Präsidiales Komitee für Wirtschaftskooperation besucht Nordkorea

erstellt: 2018-07-12

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Eine Delegation des präsidialen Komitees für nördliche Wirtschaftskooperation besucht die nordkoreanische Region Rason. Nordkorea hatte Rason im 1991 zu einer Sonderwirtschaftszone bestimmt und als erste Region in dem Land geöffnet.

Die elfköpfige Delegation unter Leitung des Komiteechefs Song Young-gil wird ab Freitag einen zweitägigen Besuch absolvieren. Sie wird an einem von Russland veranstalteten internationalen Seminar von beiden Koreas und Russlands teilnehmen und den Hafen von Rajin besichtigen. Rason umfasst Rajin und Sonbong an der Grenze zu Russland an der Mündung des Flusses Tumen. Die Region grenzt an die russische Stadt Chassan und ist eine logistische Drehscheibe, weil dort die Transsiberische Eisenbahn und Seewege im Pazifik genutzt werden können. Deshalb steht im Mittelpunkt des Augenmerks, ob bei dem Seminar die Fortführung des Rajin-Chassan-Projekts diskutiert wird.

Dabei handelt es sich um ein Logistikprojekt beider Koreas und Russlands, bei dem eine 54 Kilometer lange Bahnstrecke zwischen Chassan und Rajin befahren wird. Beispielsweise werden russische Mineralressouren wie Kohle mit dem Zug nach Rajin transportiert. Anschließend werden sie auf ein Frachtschiff umgeladen, um nach Südkorea oder China weiter transportiert zu werden. Es ist auch möglich, Frachtgüter aus Asien über Rajin und Chassan mit der Transsibirischen Eisenbahn nach Europa zu schicken. Diese Szenarien sind dank des geografischen Vorteils der Region Rason denkbar.

Das Rajin-Chassan-Projekt wurde kontinuierlich vorangetrieben, obwohl die wirtschaftliche Kooperation zwischen beiden Koreas wegen der im Mai 2010 von Südkorea verhängten Sanktionen gegen Nordkorea gestoppt wurde. Die Vorgängerregierung von Park Geun-hye machte im Zuge ihrer Eurasischen Initiative bei dem Projekt eine Ausnahme. Es erfolgten drei Probetransporte in den Jahren 2014 und 2015. Das Projekt wurde jedoch wegen der Sanktionen gegen Nordkorea in der Schifffahrt vollständig gestoppt, die als Reaktion auf dessen vierten Atomtest und Raketenabschüsse im Jahr 2016 verabschiedet wurden.

Eine Wiederaufnahme des Rajin-Chassan-Projekts wird verhältnismäßig leicht sein. Es fiele nicht unter die Sanktionen des UN-Sicherheitsrats, wenn Kohle aus einem dritten Land über den nordkoreanischen Hafen von Rajin exportiert wird. Süd- und Nordkorea streben derzeit nach einer Verbindung ihrer Bahn- und Straßennetze. Im Falle des Neustarts des Rajin-Chassan-Projekts wird ein Synergieeffekt hierfür erwartet.

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