Trump kündigt hohe Strafzölle auf Stahl- und Aluminiumimporte an

erstellt: 2018-03-02

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US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, hohe Zölle für alle Stahl- und Aluminiumimporte zu verhängen. Damit konnte zwar das schlimmste Szenario für Südkorea abgewendet werden, ein Schaden für seine Ausfuhren wird jedoch unvermeidbar sein.

Trump gab am Donnerstag während eines Treffens mit Führungskräften aus der Stahlindustrie die Absicht bekannt, alle Stahlimporte mit einem pauschalen Zoll von 25 Prozent und die Aluminiumimporte mit einem zehnprozentigen Zoll zu belegen. Er wolle nächste Woche das entsprechende Dekret unterzeichnen. Die hohen Zölle würden langfristig gelten.

Das US-Handelsministerium hatte drei unterschiedliche Empfehlungen zur Begrenzung der Stahl- und Aluminiumimporte unterbreitet. Im Falle von Stahl wurden die Einführung eines 53-prozentigen Zolls für Importe aus zwölf Ländern, ein pauschaler Zollsatz von 24 Prozent für alle Importe oder die Begrenzung des Importvolumens vorgeschlagen. Südkorea zählte zu den zwölf Staaten, für deren Stahlprodukte ein Zoll von 53 Prozent vorgeschlagen wurde, was große Besorgnis in dem Land erregte. Daher meinen Beobachter, dass Südkorea zumindest das schlimmstmögliche Szenario vermieden habe.

Das südkoreanische Ministerium für Handel, Industrie und Energie diskutierte am Freitag unter Leitung seines Ministers Paik Un-gyu über mögliche Maßnahmen. Da Washington noch keine endgültige Entscheidung traf, will das Ministerium aktiv mit der US-Seite kontaktieren. Handelsminister Kim Hyun-chong, der derzeit in den USA zu Besuch sei, treffe führende Mitglieder der Regierung und des Kongresses und appelliere, damit eine Option angenommen werde, mit der Südkoreas Schaden auf ein Mindestmaß begrenzt werden könne, teilte das Ressort mit.

Südkorea ist der drittgrößte Stahlexporteur in die USA hinter Kanada und Brasilien. Die USA importierten 2017 5,8 Millionen Tonnen Stahl aus Kanada, 4,68 Millionen Tonnen aus Brasilien und 3,65 Millionen Tonnen aus Südkorea. Daher wird auch ein pauschaler Importzoll Südkoreas Stahlexport ohnehin hart betreffen.

In den USA selbst werden besorgte Stimmen über die Einführung von Strafzöllen laut. Innerhalb der Republikanischen Partei wird die Besorgnis über negative Folgen, darunter Teuerung von Konsumgütern und Handelsvergeltung, ausgesprochen.

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