Südkorea und USA beginnen Verhandlungen über Aufteilung der Verteidigungskosten

erstellt: 2018-03-07

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Südkorea und die USA verhandeln vom heutigen Mittwoch bis Freitag in Honolulu über die Aufteilung der Verteidigungskosten.

Dabei handelt es sich um die erste hochrangige Sitzungsrunde zur Festlegung des südkoreanischen Anteils an den Kosten für die Stationierung der US-Truppen in dem Land. Die Änderungen sollen ab 2019 gelten. Die südkoreanische Delegation aus Beamten des Außen- und des Verteidigungsministeriums leitet Chang Won-sam, der Verhandlungsführer für die Aufteilung der Verteidigungskosten im Außenministerium. Die Leitung der US-Delegation übernimmt Timothy Betts vom US-Außenministerium.

Südkorea zahlt einen Beitrag für die Stationierung der US-Truppen. Dazu zählen die Personalkosten der koreanischen Mitarbeiter bei der US-Armee, die Baukosten auf US-Militärstützpunkten und die Kosten für die logistische Unterstützung. Ursprünglich waren die USA gemäß dem Abkommen über den Status der Truppen in Korea (SOFA) dazu verpflichtet, sämtliche Kosten für deren Aufrechterhaltung zu übernehmen. Stattdessen stellte Südkorea den US-Truppen unentgeltlich Anlagen und Grundstücke zur Verfügung.

In den 1990er Jahren wurde jedoch vereinbart, dass Südkorea einen Teil der Stationierungskosten übernimmt. Beide Länder schlossen 1991 das erste Abkommen über die Kostenaufteilung ab, bisher wurde neun Mal eine solche Übereinkunft unterzeichnet. Das zurzeit gültige neunte Abkommen wurde 2014 abgeschlossen und läuft am 31. Dezember dieses Jahres aus. Daher müssen sich Seoul und Washington binnen Jahresfrist über das zehnte Abkommen einigen. Südkorea zahlte letztes Jahr 950,7 Milliarden Won (knapp 890 Millionen Dollar).

Die Verhandlungen finden inmitten der starken Forderung der USA nach einer Anhebung des Beitrags statt. US-Präsident Donald Trump hat kontinuierlich verlangt, dass die Bündnisländer mehr zahlen sollten. Es gilt als wahrscheinlich, dass die USA auch die Aufteilung der Kosten für den Betrieb des Raketenabwehrsystems THAAD fordern.

Die südkoreanische Regierung will sich dafür einsetzen, um ein für die Bürger akzeptables Ergebnis zu erzielen. Außenministerin Kang Kyung-wha hatte vor dem Parlament ein rationales und beiderseitig vorteilhaftes Ergebnis betont. Sie wolle sich bemühen, um ein Ergebnis zu erzielen, das zur Schaffung der Bedingungen für eine stabile Stationierung der US-Truppen und zur Verstärkung der gemeinsamen Verteidigungsfähigkeiten beitragen und von den Bürgern unterstützt werden könne.

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