
Der weltweit erste Computer, ENIAC wurde im Jahr 1946 hergestellt und konnte 5.000 Additionen und 14 Multiplikationen pro Sekunde meistern. Er war sehr groß, da er sich unter anderem aus 18.000 Vakuumröhren zusammensetzte, und brauchte 135 Quadratmeter Platz. Mittlerweile hat sich die Technik rasant entwickelt, was uns sehr nah an eine Zukunft gebracht hat, in der wir faltbare Computer und Prozessoren in unserer Kleidung tragen werden. Nun haben südkoreanische Forscher einen entscheidenden Schritt in eben diese Zukunft machen können; und zwar mit der erfolgreichen Entwicklung einer Graphen-Technologie. Wie ist es den Südkoreanern gelungen, diese bemerkenswerte neue Technologie zu entwickeln, und welche Vorteile ergeben sich daraus? Unter anderem darüber sprechen wir im Folgenden mit dem Entwickler, Herrn Prof. Hong Byung-hee von der Sungkyungwan Universität.
„Graphen ist ein Material, das aus Graphit stammt, wie es auch in Bleistiften vorkommt. Graphit besteht aus vielen Graphen-Schichten, die übereinandergelegt sind, und diese Schichten werden beim Schreiben auf das Papier übertragen. Es war zuvor schwierig, die Graphen-Schichten zu trennen, aber die Technologie, die Schichten voneinander zu trennen, wurde schließlich 2004 entwickelt. Als Wissenschaftler die Eigenschaften von Graphen untersuchten, haben sie zu ihrer Überraschung festgestellt, dass Graphen Elektronen mehr als 100 Mal schneller als Silikon bewegen kann, und eine 100 Mal bessere elektrische Leitfähigkeit als Kupfer besitzt. Graphen ist damit zu einem neuen Material geworden, das Silikon und Kupfer ersetzen kann.“
Fortschritte in der Halbleitertechnologie haben es der Menschheit ermöglicht, eine bequeme und effiziente Lebensweise zu genießen. Aber die heutige Halbleitertechnologie nähert sich ihren Grenzen in Bezug auf die Geschwindigkeit, mit der Daten verarbeitet werden, hohe Temperaturen und den Energieverbrauch. Wissenschaftler haben mit Graphen nun ein vielversprechendes Material entdeckt, aber bisher hat es für eine Vermarktung noch nicht gereicht.
„Bis jetzt haben Wissenschaftler versucht, die Graphenstücke zusammenzusetzen und sie zu einem größeren Bogen zu verbinden. Aber wir sind dabei auf ein anderes Problem gestoßen. Wir haben ein großes Blatt aus Graphen gleich von Beginn an auf dem Katalysator synthetisiert. Mit der herkömmlichen Syntheseart war man nicht in der Lage, die elektrischen Eigenschaften und die Struktur des Materials vollständig zu erhalten. Doch unsere Methode ist hinsichtlich dieser beiden entscheidenden Aspekte zufriedenstellend. Außerdem mussten wir herausfinden, wie wir das Graphen auf Hochmolekular- oder Gummiplatten bewegen können, damit es als transparente Elektroden verwendet werden kann. Unsere Technologie ermöglicht uns nicht nur eine verlässliche Herstellung von Graphen, sondern erlaubt es auch, den Werkstoff sicher zu transportieren.“
Graphen ermöglicht eine Elektronenmobilität, die 100 Mal schneller ist als von Silikon und eine elektrische Leitfähigkeit, die 100 Mal höher ist als die von Kupfer. Aber es war sehr schwer, eine größere zusammenhängende Fläche aus Graphen herzustellen. Dennoch war das Forschungsteam um Prof. Hong Byung-hee erfolgreich bei der Synthese von Graphen auf größeren Flächen, indem man eine Mischung aus großen Karbon enthaltenden Molekülen eindampfte und über einer erhitzten Nickelkatalysefläche verbrannte. Diese Methode erhält die wunderlichen Eigenschaften des Graphen intakt, was den Weg zu vielen marktreifen Anwendungen eröffnet.
„Verbraucher wollen größere Fernseher, aber es ist schwierig, sie zu transportieren, wenn sie zu groß sind. Mit der Graphen-Technologie können wir Fernseher herstellen, die man einfach aufrollen kann, um sie ganz leicht zu transportieren. Außerdem können wir Solarzellen auf transparente Graphen-Filme in Fenstern anbringen, um Sonnenenergie zu nutzen. Es war bisher unmöglich, dieses Potenzial zu nutzen, weil wir nicht die Technologie für die Herstellung von transparenten Elektroden, die flexibel sind, hatten. Aber jetzt haben wir sie.“
Professor Hong und sein Team synthetisieren Graphen-Blätter, die 10 Zentimeter in der Diagonale messen. Das Material kann gefaltet oder verbogen werden. Diese neue Technologie kann die Entwicklung von biegsamen Anzeigen beschleunigen, die aufgerollt und überallhin mitgenommen werden können. Graphen kann herkömmliche Elektroden ersetzen, die immer teurer werden, weil eines der Hauptbestandteile, Indium, immer seltener vorkommt, während die Nachfrage danach für die Herstellung von Flachbildschirmen, Touchpads und Solarzellen immer weiter steigt. Mit der neuesten Entwicklung einer neuen Schlüsseltechnologie kann Südkorea das Feld der Anzeigentechnologie der nächsten Generation anführen. Damit stellt sich die Frage, wann Graphen Silikon für Halbleiter ersetzen kann?
„Das wird noch eine Weile dauern, aber es ist dennoch der Bereich mit den weitreichendsten Folgen. Die Silikon-basierte Halbleitertechnologie hat einen Sättigungspunkt erreicht. Aber unserer Herstellungsmethode fehlt noch die Feinabstimmung. Um Silikon zu ersetzen, müssen wir mit Graphen in der Lage sein, mit einem einzigen Blatt eine große Fläche abzudecken. Doch der Graphen-Film, den wir für transparente Elektroden hergestellt haben, ist zwischen sechs und zehn Lagen dick. Aber ich denke, wir können das Problem lösen und einen solchen großen Film aus Graphen herstellen. Ich bin sicher, dass wir diese revolutionäre Technologie entwickeln können, um Silikon-Halbleiter vollends zu ersetzen.“
Choongwae Medial
Choonwae Medical ist ein Hersteller von medizinischen Geräten. Choonwae Medical wird in diesem Jahr 32 Jahre alt, so viel Zeit ist vergangen, seitdem es gegründet wurde. Das Unternehmen war ein Pionier in der Herstellung von medizinischen Geräten in Südkorea. Dieser innovative Ausrüster für den medizinischen Bereich hat importierte Operationstische und Brutkästen durch solche aus südkoreanischer Herstellung ersetzt. Das hat auch geholfen, die Kosten in Krankenhäusern und für Patienten zu senken. Langfristig schaut Choonwae Medical auch auf den globalen Markt. Unter anderem darüber sprechen wir im Folgenden mit dem Leiter des Choonwae Medical Forschungsinstituts, Herrn Kang Hyun-seung.

„VIDIX II ist ein digitales Röntgen-Diagnosegerät, das von uns bei Choongwae Medical mit unserer eigenen Technologie entwickelt wurde. Es hat vor Kurzem auch das europäische CE-Siegel erhalten. Da ein medizinisches Gerät direkt in Verbingung steht mit der Rettung von Leben, ist seine Qualität und Sicherheit entscheidend. Insofern ist es nur natürlich, dass Industrienationen mit gut ausgebauten Gesundheits- und Wohlfahrtssystemen bei medizinischer Ausrüstung sehr hohe Standards anlegen. Insbesondere ist die Röntgenausrüstung sehr technologieintensiv, da viele verschiedene Bauteile enthalten sind. Das macht es sehr schwer, dafür ein Qualitätszertifikat zu bekommen. In diesem Zusammenhang zeigt die Auszeichnung mit dem CE-Gütesiegel, dass unser VIDIX II den höchsten Standards in Qualität und Technologie gerecht wird.“
Choongwae Medical hat einen außergewöhnlich guten Start in diesem Jahr hingelegt. Am 7. Januar ist das Unternehmen mit dem europäischen CE-Zertifikat ausgezeichnet worden, das es braucht, um auf den europäischen Markt vorzustoßen. Das war die erste Auszeichnung dieser Art für ein Produkt, das mit rein südkoreanischer Technologie hergestellt wurde. Herr Kang Hyun-seung erklärt weiteres in Bezug auf das digitale Röntgengerät.
„VIDIX II ist ein digitales Röntgengerät auf höchstem Niveau, das keine Röntgenfilme mehr verwendet. Stattdessen sendet die Röntgenmaschine sofort ein Bild auf den Monitor, sobald die Aufnahme gemacht wurde, wodurch eine sofortige Diagnose ermöglicht wird. Das Gerät macht sich die Eigenschaften von amorphen Photozellen zu eigen und nimmt die Röntgenstrahlen in einer Phase auf, in der sie in Licht umgewandelt werden, um sie dann direkt in Daten umzuwandeln, die als klares und scharfes Bild auf dem Bildschirm ausgegeben werden. Auch optimale Videoverarbeitungsalgorithmen werden auf verschiedene Teil des Körpers angewendet, um den Diagnoseeffekt zu maximieren. VIDIX II hat des Weiteren Eigenschaften, wie die hochentwickelte Funktion des Selbstsuchens, wodurch ein Detektor automatisch über den Körper des Patienten fährt. Die automatische Bildzusammenführung gibt ein Gesamtbild der verschiedenen Aufnahmen wieder. Diese Eigenschaften des Geräts machen seine Bedienung sehr einfach. Nicht nur haben die hervorragenden Eigenschaften unseres Produktes den hohen Standards Europas entsprochen, auch die technologische Entwicklung vor Ort hat sich verbessert durch die Wettbewerbsstärke unseres VIDIX II, der zu einem Preis angeboten wird, der rund 30% günstiger ist als die Geräte aus anderen Industrienationen.“

VIDIX II braucht keine Filme und nur zwei bis drei Sekunden, um die Bilder zu verarbeiten. Des Weiteren werden die Röntgenstrahlen direkt in Bilder umgewandelt, was eine akkurate Diagnose mittels hochauflösender Bilder ermöglicht. Diese Vorteile des Röntgengeräts von Choongwae Medical haben seit 2004 größte Aufmerksamkeit erhalten. Aber die weltweite Aufmerksamkeit war nicht gut genug, um auch die Türen Europas für das Produkt zu öffnen. Interessanter Weise waren es andere Produkte des Mutterkonzern, die es Choongwae Medical erlaubten, einen Fuß in die Tür zu bekommen.
„Choongwae Pharmazie ist einer der weltweit fünf besten Hersteller von Infusionslösungen zusammen mit Baxter, B. Braun und Ostuka. Wir geben uns nicht damit zufrieden, einfach nur Infusionslösungen zu produzieren, und planen, Fabriken für die Herstellung von Infusionslösungen nach Russland und in südostasiatische Länder zu exportieren. Zusätzlich zu einfachen Infusionslösungen, planen wir, mit einer Dreikammer-Nährstofflösung auf den Weltmarkt zu gehen, die drei verschiedene Substanzen in drei separaten Kammern hat. Auch unsere Dangjin-Fabrik, die weltweit größte Fabrik zur Produktion von nicht-PVC-Lösungstaschen, und die Shihwa-Fabrik, die Imipenem herstellt, was zur Subgruppe der Karbapenems gehört, warten darauf, dass sie das US-Zertifikat für gute Produktionspraxis erhalten. Das Antiobiotikum Imipenem haben wir bei Choongwae Medical zuerst in 2004 angefangen zu produzieren. Derzeit wird es in rund 30 Länder exportiert und wird ab Anfang dieses Jahres in Europa durch das Unternehmen Sandoy vertrieben.“
Choongwae Medial ist immer noch nicht sehr bekannt auf dem Weltmarkt. Aber sein Mutterunternehmen, Choongwae Pharmazie, ist ein weltweit renommiertes Unternehmen im Bereich der Herstellung von intravenösen Lösungen. Deshalb ist Choongwae Medical in der Lage, mehr als 5% seiner jährlichen Einkünfte in Forschung und Entwicklung zu investieren, was zur Entwicklung einer ganzen Reihe von hochqualitativen medizinischen Ausrüstungen führt. Seitdem das Unternehmen 2007 seinen VIDIX II vorgestellt hat, wurde ein Export-Vertrag mit Deutschland ausgehandelt, der erste für ein vor Ort produziertes Gerät. Vergangenes Jahr hat sich Choongwae Medical mit seinem eigenen Brutkasten zum ersten Mal auf den südamerikanischen Markt getraut. Nun steht der Auftritt des Unternehmens auf weltweiten Bühnen bevor.
„Choongwae Medical hat stets an internationalen Ausstellungen für medizinisches Equipment, wie die RSNA und Medica teilgenommen. Unsere Maschinen sind immer von ausländischen Käufern beachtet worden. Vergangenes Jahr nun haben wir einen 22-Millionen-Dollar-Vertrag mit Deutschlands Tetenal unterzeichnet, nach dem wir unsere digitalen Röntgenmaschinen für die nächsten drei Jahre nach Deutschland exportieren werden. Unsere Ausrüstung wird bis jetzt in Deutschland und Frankreich verkauft. Um für jeden auf der Erde Gesundheit und Lebensqualität zu schaffen, tun wir unser Bestes, um als globales Gesundheitsunternehmen medizinisches Gerät auf höchstem Niveau zu entwickeln.“
Mehr über das Unternehmen erfahren Sie unter : www.cwm.co.kr.







































