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US-Sanktionen gegen Iran treten wieder in Kraft

#Thema des Tages l 2018-08-06

Nachrichten

ⓒ KBS News

Die Sanktionen der USA gegen Iran treten am Dienstag (Ortszeit) teilweise wieder in Kraft. Die USA hatten im Januar 2016 gemäß der Atomeinigung mit Iran ihre Sanktionen entweder gelockert oder gestoppt. Washington gab jedoch am 8. Mai dieses Jahres bekannt, seine Sanktionen gegen Teheran wieder einzuführen. Die USA verhängten eine Schonfrist von 90 oder 180 Tagen je nach Warenart. Am heutigen Montag ging die Schonfrist für Autos, Gold, Eisen und Kohle zu Ende. 

                                                                   
 Nach der Wiedereinführung der Sanktionen drohen auch Staaten und Unternehmen, die mit Iran sanktionierte Güter handeln, Sanktionen. Daher haben südkoreanische Unternehmen mittlerweile den Handel mit Iran nach und nach reduziert. Südkoreas Ausfuhren in den Iran schrumpften im ersten Halbjahr um 15,4 Prozent im Vorjahresvergleich. 


Südkorea hatte noch im Jahr 2012 Waren im Wert von 6,25 Milliarden Dollar in den Iran ausgeführt. Nach dem Inkrafttreten der US-Sanktionen rutschte das Exportvolumen 2013 drastisch auf 4,48 Milliarden Dollar ab. Das Volumen sank 2016 auf 3,71 Milliarden Dollar, erst letztes Jahr konnte es wieder aufwärts gehen. 


Ein größeres Problem wird der Ölimport aus Iran bereiten. Die Schonfrist für das Exportembargo für Irans Erdöl läuft am 4. November aus. Die südkoreanische Regierung diskutiert derzeit mit den USA, damit Erdöl von den Sanktionen ausgenommen werden kann. Südkorea hatte zur Regierungszeit von Präsident Obama seinen Ölimport aus Iran um 20 Prozent gedrosselt und dadurch einen Ausnahmestatus erhalten. Daher konnte das Land trotz der Sanktionen weiterhin Erdöl aus Iran importieren. Die Trump-Regierung verlangt jedoch laut Informationen eine weitere Reduzierung. Südkorea importierte im ersten Halbjahr Erdöl im Wert von 3,28 Milliarden Dollar aus Iran, das sind 18,5 Prozent weniger als im selben Vorjahreszeitraum.


Der Ölimport aus Iran ist von Bedeutung, da dies auf Südkoreas Export dorthin einen unmittelbaren Einfluss hat. Wegen der speziellen Zahlungsstruktur im Handel mit Iran führt ein Rückgang des Ölimports unvermeidlich zu einem Rückgang des südkoreanischen Exports. 

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