Zum Menü Zum Inhalt

Internationales Forum für Verbesserung der Luftqualität in Nordostasien

#Asien Kompakt l 2018-09-05

Kreuz und Quer durch Korea

Umweltexperten aus verschiedenen Städten Nordostasiens sind am Dienstag in Seoul zusammengekommen, um sich über das Problem des Feinstaubs in der Region auszutauschen. 


Beim internationalen Forum für die Verbesserung der Luftqualität in Nordostasien kamen sie überein, dass als Maßnahme gegen den Feinstaub die Zahl von Fahrzeugen mit Dieselmotoren reduziert werden müsse. 


Der für den Westpazifik zuständige Koordinator für Umwelt und Gesundheit bei der Weltgesundheitsorganisation, Kim Rok-ho, sagte unter Berufung auf Daten der WHO, dass jährlich 12,6 Millionen Menschen infolge der Umweltverschmutzung sterben. Bei sieben Millionen davon sei Luftverschmutzung die Ursache. Bei zwei Millionen handele es sich um Menschen in Asien. Die Kooperation zwischen den Städten sei heutzutage eine wichtige Voraussetzung für die Lösung des Problems. 


Laut Maiko Uehara von der Behörde für Abgaskontrolle in Tokio habe die Präfektur Tokio 2003 Dieselkontrollen eingeführt. Seitdem würden deutlich niedrigere Werte von Schadstoffen, ausschließlich Feinstaub, gemessen. In dem Jahr nach der Einführung der Dieselkontrollen seien fast alle Werte unter den Grenzwert gesunken. 


Uehara nach müssen Fahrzeuge bei der Einfahrt nach Tokio, mit einer Emissionen reduzierenden Vorrichtung ausgestattet sein, sollte die Diesel-Qualität nicht den erlaubten Werten entsprechen. Auch in der Umgebung von Tokio wurden Diesel-Fahrzeuge aus dem Verkehr genommen und von Kameras kontrolliert. Die Einwohner sagten, dass nun die Wäsche, die sie draußen aufhängen sauber bleibe. 


Xian Riu vom Abgaskontrollzentrum in Peking zufolge habe in Peking die Luftverschmutzung durch Abgase von Dieselfahrzeugen ein ernsthaftes Niveau erreicht. Auf Dieselautos sei die Hälfte der Schadstoffe zurückzuführen, obwohl sie nur vier Prozent des Autoverkehrs ausmachen. Um dem Problem beizukommen, betreibe Peking ein Abgas-Labor.  Über eine ferngesteuerte Apparatur würden zudem Abgase gemessen, Abgaskontrollen an den Straßen durchgeführt und Kontrollen von Tankstellen verschärft. Darüber hinaus arbeite die Stadt daran, ein umfangreiches Datenzentrum zu Abgasen und Emissionen aufzubauen.

Die Redaktion empfiehlt