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Einwegbecher und Strohhalme sollen ab 2027 in Cafés vollständig verboten sein

#Thema des Tages l 2018-09-05

Nachrichten

ⓒKBS News

Die Regierung will Einwegbecher und Strohhalme in Cafés binnen zehn Jahren vollständig verbieten.


Das ist der Tenor des ersten Grundlagenplans für Recycling, der am Dienstag von der Regierung verabschiedet wurde.


Der Grundlagenplan ist eine Zehn-Jahres-Strategie, die auf dem neuen Gesetz für Recycling beruht. Ziel des Plans ist es, den Fokus beim Recycling von der Müllbearbeitung darauf zu verlegen, in allen Phasen, Produktion, Verbrauch und Recycling, die Müllmenge zu reduzieren.


Dem Plan zufolge soll auf Einwegprodukte, die sich leicht ersetzen lassen, sofort verzichtet werden. Dazu zählen Strohhalme und Einwegbecher. Anschließend wird die Verwendung von Einwegprodukten stufenweise reduziert und ab 2027 vollständig verboten.


Auch sollen große Supermärkte und Lieferdienste gesetzlich dazu verpflichtet werden, die übermäßige Verpackung von Waren zu vermeiden. Darüber hinaus soll im Zusammenhang mit der Entsorgung von Essensresten die Nutzung der Radio-Frequenz-Identifizierungs-Technik (RFID) ausgeweitet werden, da deren Wirksamkeit nachgewiesen sei. Durch die Verwendung der RFID-Technik kann man mit einer Chipkarte das genaue Gewicht der Essensreste messen und dementsprechend seine Müllentsorgungsgebühren zahlen. Diese Technik soll bis 2022 in allen Apartmenthäusern eingeführt werden und bis 2027 auch für Einzelhäuser und kleine Restaurants verpflichtend sein.


In der Phase der Produktion vor dem Verbrauch wird das Ressourcen-Management-System (REMS) eingeführt. Unter dem System soll in 18 Industriebranchen schon in der Herstellungsphase ein Recyclingplan ausgearbeitet werden, um Ressourcenverluste zu minimieren.


In der Phase des Managements nach dem Verbrauch sollen mit modernen Systemen Müll und verbrauchte Ressourcen besser sortiert werden. Im Bausektor soll beispielsweise dazu verpflichtet werden, 50 Prozent der Grundmaterialien, um zehn Prozent mehr als derzeit, mit aus Baumüll hergestellten Materialien zu decken.


In Südkorea sind 2016 insgesamt 156 Millionen Tonnen Abfall entstanden. Dies war im Vergleich zu 2006 ein Anstieg von 30 Prozent. Die Regierung will binnen zehn Jahren die Menge des Pro-Kopf-Tagesabfalls von zurzeit Kilogramm um 15 Prozent reduzieren.

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