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Blicke richten sich auf 70. Gründungsjubiläum nordkoreanischen Regimes

#Thema des Tages l 2018-09-05

Nachrichten

ⓒKBS News

Der Blick der an den Verhandlungen über die Denuklearisierung beteiligten Länder richtet sich nun auf das 70. Jubiläum der Gründung des nordkoreanischen Regimes. Zum Jubiläum entsenden China und Russland jeweils eine ranghohe Person als Sondergesandte. Der Sonderdelegierte aus China wird der Vorsitzende des ständigen Ausschusses des nationalen Volkskongresses Li Zhanshu, der als Nummer drei der chinesischen Machthierarchie gilt, sein. Aus Russland reist aus diesem Anlass die Vorsitzende des Föderationsrates Walentina Matwijenko in die nordkoreanische Hauptstadt.


Es gilt nicht als außergewöhnlich, dass China und Russland Sondergesandte zu einer nordkoreanischen Jubiläumsfeier schicken. Aufmerksamkeit zieht dies jedoch insofern auf sich, als beide mit den nordkoreanischen Vertretern über die derzeit stockenden Gespräche über die Denuklearisierung sprechen werden.


Das nordkoreanische Regime wurde am 9. September 1948 gegründet. Dieser Tag wird jährlich groß gefeiert. Zum Programm gehört neben Kulturveranstaltungen und Kunstdarbietungen eine Parade, bei der die neuesten strategischen Waffen präsentiert werden. Nordkorea-Experten beobachten mit Interesse, ob bei der Parade in diesem Jahr neue ballistische Interkontinentalraketen vorgestellt werden. Nach ihrer Einschätzung gilt es als Barometer dafür, ob Nordkorea einen Kurs des Dialogs oder Konflikts verfolgt.


Der 9. September zählt neben dem Geburtstag des verstorbenen Staatsgründers Kim Il-sung am 15. April zu den fünf wichtigsten Feiertagen. Außerdem jährt sich die Gründung des Regimes zum 70. Mal und damit wird ein rundes Jubiläum gefeiert. Experten sind sich einige, dass sich der künftige Kurs Nordkoreas an der anlässlich des Jubiläums vertretenen Position ablesen lasse.

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