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Interessante Suchwörter der letzten Tage

#Suchwort Aktuell l 2018-09-07

Kreuz und Quer durch Korea

ⓒ YONHAP News

Das Interesse der Netzbürger weckte ein Bericht, der erstmals das Phänomen beweist, dass Bildungsniveau und finanzielle Lage der Elterngeneration Auswirkungen auf das Lohnniveau der Kinder haben. Nach einer Analyse des Koreanischen Arbeitsforschungsinstituts fällt das Einkommen der Kinder, je nach dem ob der Vater studiert hat oder nicht, unterschiedlich aus. In den letzten 20 Jahren war das reelle Monatseinkommen der Personen in den Dreißigern, deren Väter studiert hatten, um fast 500.000 Won, rund 450 Dollar, höher als bei der gesamten jungen Generation in der Altersschicht zwischen 20 und 39 Jahren. Bei den Zwanzigern ist der Anteil der Personen groß, die Wehrdienst leisten oder auf der Jobsuche sind und deshalb kein Einkommen haben. Daher betrug der Einkommensunterschied zwischen dem gesamten Durchschnitt und den Zwanzigern mit einem Vater mit Uniabschluss etwa 270 Dollar. Der Unterschied war aber dennoch deutlich erkennbar. Auffällig ist aber bei dieser Analyse, dass die Einkommenskluft zwischen den betreffenden Dreißigern und der gesamten jungen Generation in den letzten Jahren geringer geworden ist. Dies ist aber darauf zurückzuführen, dass der durchschnittliche Lohn der Dreißiger mit einem Vater mit Uniabschluss allmählich zurückging, während der Lohn anderer Schichten kaum Veränderungen zeigte. Allgemein wird die Einkommenskluft zwischen der Oberschicht und den unteren Schichten aber immer größer. Die junge Generation scheint insgesamt mit Ausnahme einer kleinen Oberschicht wegen niedriger Einstiegslöhne und der Arbeitsplatznot weniger zu verdienen. Die Analyse zeigt, dass Reichtum und Armut vererbt werden. Dazu sagen die Netzbürger, dass die südkoreanische Gesellschaft längst keine Gesellschaft mehr sei, in der jeder aus eigener Kraft aufsteigen kann. Früher gab es noch viele Fälle, dass Personen aus einem armen Elternhaus den gesellschaftlichen Aufstieg schafften. Dies scheint heute kaum noch möglich zu sein. 


Der 24. September ist der diesjährige traditionelle Erntedankfesttag Chuseok. Zu den Chuseok-Feiertagen fahren viele in die Heimat, um das Fest mit den Familienangehörigen und Verwandten gemeinsam zu feiern. Etwa einen Monat vor dem Chuseok-Fest werden Eisenbahnkarten für die Chuseok-Feiertage verkauft, so dass viele in der Nacht an den Bahnhofsschaltern Schlange stehen. In diesem Jahr wurde erstmals eine mobile Fahrkarten-Reservierung angeboten, und das Angebot stieß auf gute Resonanz. Der mobile Kartenvorverkauf fand am 28. und 29. August statt, und die Koreanische Eisenbahngesellschaft Korail gab kürzlich bekannt, dass 340.000 der insgesamt 900.000 Fahrkarten mobil verkauft worden sind. Die Fahrkarten, die durch Smartphone-Reservierung verkauft worden sind, machen an den gesamten online verkauften 830.000 Karten einen Anteil von 41,2% aus. Nach Korail besuchten 61,9% der Personen, die eine Online-Reservierung versucht hatten, mit ihrem Smartphone die Kartenvorverkaufsseite. Damit war die Zahl dieser Personen etwa doppelt so hoch wie die der Menschen, die mit dem PC Fahrkarten reservieren wollten. Mit der Ermöglichung der mobilen Fahrkartenreservierung soll die Zahl der an Bahnhöfen anstehenden Personen etwas zurückgegangen sein. Im Vergleich zum vergangenen Neujahrsfest schrumpfte die Zahl der Menschen, die an den Bahnhöfen die Nacht hindurch anstanden, um etwa 10%. 


Die Netzbürger interessierten sich auch für die Nachricht, dass die Zahl der sich auf Dauer in Südkorea aufhaltenden ausländischen Reporter erstmals die Marke von 300 überschritten hat. Dies ist auf das wegen der Olympischen Winterspiele in PyeongChang und der innerkoreanischen Gipfeltreffen gestiegene Interesse der Auslandsmedien an der koreanischen Halbinsel zurückzuführen. Nach Informationen des Ministeriums für Kultur, Sport und Tourismus liegt die Zahl der ausländischen Reporter, die sich auf Dauer in Südkorea aufhalten und im Zentrum für Unterstützung für ausländische Medien registriert sind, nach dem Stand vom 31. August bei 310. Sie kommen aus 20 Ländern und wurden von insgesamt 116 Medien entsandt. Als das Zentrum im Jahr 2013 eröffnet wurde, lag die Zahl der registrierten ausländischen Reporter bei 266 aus 15 Ländern und von 86 Medieneinrichtungen. Nach Ländern betrachtet hat Japan mit 119 Personen von 24 Medieneinrichtungen die meisten Reporter nach Südkorea geschickt. 29 US-amerikanische Medien haben 60 Personen nach Südkorea entsandt. Aus China gibt es 54 Reporter von 16 Medieneinrichtungen ständig vor Ort. Korresondenten aus Japan, den USA und China machen an den gesamten dauerhaft in Südkorea stationierten ausländischen Reportern einen Anteil von etwa 75% aus. Die japanische Rundfunkanstalt NHK hat 16, die britische Nachrichtenagentur Reuters 14 und die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua 7 Mitarbeiter als Korrespondenten nach Südkorea geschickt. Das Land, das in den letzten sieben Jahren die meisten Südkorea-Korrespondenten zusätzlich schickte, ist China. Diese Zahl ist von 18 im Jahr 2011 in diesem Jahr auf 55 gestiegen. In diesem Jahr haben die britische Tageszeitung ´The Guardian´, die Washington Post, USA Today und ProSiebenSat.1 erstmals einen Korrespondenten nach Südkorea entsandt.

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