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Japan will Aufhebung des Walfang-Verbots bewirken

#Asien Kompakt l 2018-09-12

Kreuz und Quer durch Korea

ⓒ KBS News

Japan will eine Aufhebung des Walfang-Verbots erreichen. 


Bei der Tagung der internationalen Walfangkommission in Brasilien steht Japans Forderung nach der Änderung des Walfang-Verbots zu kommerziellen Zwecken auf der Tagesordnung. Die Tagung von Vertretern aus 88 Staaten läuft bis Freitag. Bis dahin soll über das seit 1986 gültige Moratorium entschieden werden. 


An dem Vorhaben Japans gibt es viel Kritik. Mitglieder von Umweltorganisationen kamen zu Demonstrationen zusammen, um gegen eine eventuelle Aufhebung des Walfang-Verbots zu protestieren. Ein brasilianischer Aktivist für den Schutz der Wale sagte, dass die Meeressäuger beobachtet werden müssten statt sie zu fangen. Wale seien ein wichtiger Bestandteil der Meeresökologie. 


Der japanische Vorschlag befasst sich damit, den kommerziellen Walfang im Falle von Arten mit einem reichhaltigen Bestand zu genehmigen. Um das zu erreichen, hat Japan eine Reihe von Anträgen eingereicht. Unter anderem will das Land die Abstimmungsregeln der Kommission ändern und Fangquoten für eine nachhaltige Jagd auf Wale festlegen. Der japanische Landwirtschaftsminister Masaaki Taniai sagte, in der letzten Zeit hätten der Schutz und die Kontrolle von Walen durch die internationale Gemeinschaft eher einen umgekehrten Effekt bewirkt. 


Von den 88 Mitgliedsstaaten der Walkommission sprechen sich jedoch 48 gegen Japans Absichten aus. Diese Staaten wollen ein vollständiges Verbot des Walfangs auch zu wissenschaftlichen Zwecken erreichen. Anne Ruston, Vertreterin Australiens, sagte, sie hoffe, dass keine Wale gejagt werden, weder zu industriellen noch zu wissenschaftlichen Zwecken. 


Bisher war es für Japan nur möglich, Wale aufgrund einer Gesetzeslücke zu fangen. Nachdem die Kadaver der Meeressäuger, die das Land gefangen hatte, offiziell aus wissenschaftlichen Gründen untersucht worden waren, konnte das Fleisch im Anschluss für den Konsum verkauft werden. 

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