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Regierung will Zielpreis für Reis anheben

#Thema des Tages l 2018-11-02

Nachrichten

ⓒKBS News

Die Festlegung eines Zielpreises für Reis durch die Regierung hängt mit ihrem Zuschusssystem für den Reisanbau zusammen.


Das System dient dazu, dass die Regierung die Einkünfte der landwirtschaftlichen Haushalte stabil hält, die abhängig vom Reispreis schwanken. Es gibt zwei Subventionsarten: Im Falle des festen Zuschusses werden den Reisbauern durchschnittlich etwa eine Million Won (887 Dollar) pro Hektar Reisanbaufläche gezahlt. Dabei spielt der Reispreis vor Ort keine Rolle. Beim flexiblen Zuschuss handelt es sich darum, dass die Regierung 85 Prozent der Preisdifferenz ausgleicht, sollte der Reispreis in der Erntezeit unter dem Zielpreis liegen.


Das Ziel der Einführung der Reissubventionen war, das Ungleichgewicht von Angebot und Nachfrage zu beheben und die Einnahmen der Reisbauern zu stabilisieren. Die Reisbauern gerieten nämlich wegen des Preisverfalls infolge des Überangebots in Schwierigkeiten. Der Zielpreis der Regierung ist ein wichtiges Kriterium für die Festlegung der Höhe der Zuschüsse. Das heißt, dass der Zielpreis ein wichtiger Faktor für die Einnahmen der Landwirte ist. Die Regierung bestimmt alle fünf Jahre einen Zielpreis und muss eine Zustimmung des Parlaments hierfür einholen.


Einer positiven Bewertung zufolge trugen die Reiszuschüsse deutlich zur Stabilisierung des Einkommens landwirtschaftlicher Haushalte bei. Es gibt jedoch auch viele Probleme: Die Subventionen lösten eine Überproduktion von Reis aus, was das Ungleichgewicht von Nachfrage und Angebot weiter verschärfe, heißt es. Grund ist, dass die Landwirte den Reisanbau bevorzugen, weil unabhängig von Preisschwankungen ein stabiles Einkommen gewährleistet wird. Da die Subventionen auf der Grundlage der Anbaufläche gezahlt werden, profitieren Großbauern stärker, dies verursacht eine Einkommenspolarisierung unter den Landwirten. Eine weitere schwerwiegende Nebenwirkung ist der schneeballartige Zuwachs der finanziellen Lasten der Regierung.


Aus diesem Grund kommt neben der Erhöhung des Zielpreises eine Reform des Zuschusssystems infrage. Eine Anhebung des Zielpreises unter dem aktuellen System werde lediglich Großbauern nutzen, heißt es. Das Agrarministerium teilte diesbezüglich mit, es werde erwogen, den kleinbäuerlichen Haushalten unabhängig von ihrem Betriebsvolumen eine feste Summe zu zahlen. Ab einer bestimmten Grenze solle die Höhe der Subventionen abhängig von der Anbaufläche gesenkt werden.

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