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Notmaßnahmen zur Feinstaubreduzierung in Hauptstadtregion getroffen

#Thema des Tages l 2018-11-07

Nachrichten

ⓒYONHAP News

Die Notmaßnahmen zur Feinstaubreduzierung in der Hauptstadtregion treten in Kraft, wenn die Feinstaubwerte den Grenzwert überschreiten. Die Maßnahmen wurden am 15. Februar 2017 eingeführt, um die Luftverschmutzung durch Feinstaub zu verhindern.


Die Maßnahmen werden effektiv, sollte in Seoul, Incheon oder der Provinz Gyeonggi eine Feinstaubwarnung gelten, in allen diesen Gebieten die Ultrafeinstaubwerte 50 ㎍/㎥ überschreiten und am folgenden Tag mindestens drei Stunden lang Werte über 100 ㎍/㎥ erwartet werden. Dann gilt für öffentliche Bedienstete ein teilweises Fahrverbot, abhängig von den Ziffern ihres Autokennzeichens. An öffentlichen Einrichtungen und auf Baustellen wird kürzer gearbeitet. Die Maßnahmen gelten von 6 bis 21 Uhr am folgenden Tag.


Die Stadt Seoul trifft noch härtere Maßnahmen. Dazu zählt ein Fahrverbot für alte Dieselwagen. Betroffen sind etwa 320.000 in der Hauptstadtregion registrierte Dieselautos, die mehr als 2,5 Tonnen wiegen. In Seoul sind etwa 200.000 solcher Fahrzeuge angemeldet. Die Stadtverwaltung erwartet, dass die Feinstaubemissionen durch Dieselwagen um 40 Prozent reduziert werden, sollte das Fahrverbot hundertprozentig eingehalten werden. Das Fahrverbot wurde als Alternative zur kostenlosen Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln eingeführt. Seoul gewährte letztes Jahr seinen Einwohnern die kostenlose Fahrt mit Bus und U-Bahn, um das Verkehrsaufkommen zu verringern. Die Maßnahme stieß jedoch auf Kritik, dass dies nicht zur Feinstaubreduzierung beitrage, sondern nur eine Steuerverschwendung darstelle.


Außerdem werden 456 Parkplätze öffentlicher Einrichtungen in Seoul geschlossen sein. 33.000 Dienstfahrzeuge sollen stehen bleiben. An zwölf öffentlichen Einrichtungen, die Schadstoffe ausstoßen, darunter Müllverbrennungsanlagen, wird die Betriebsquote gesenkt. Auf 151 öffentlichen Baustellen wird die Arbeitszeit verkürzt.


Diese harten Maßnahmen werden auf die zunehmenden Schäden durch die Feinstaubbelastung zurückgeführt. Laut dem Umweltministerium sind die meisten Regionen im Land mit Stand von Mittwochmorgen von hohen Feinstaubwerten betroffen.

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