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Präsident Moon ordnet Nachprüfung von Reformentwurf für nationale Rente an

#Thema des Tages l 2018-11-08

Nachrichten

ⓒYONHAP News

Die Anordnung von Präsident Moon Jae-in, einen vorgelegten Reformentwurf für die nationale Rente nochmals zu überprüfen, spiegelt diesbezügliche Bedenken der Regierung wider. Mit der Reform der nationalen Rente sind drei Probleme verbunden: Die Fondsmittel werden immer weniger, jedoch muss die Einkommensersatzrate gesteigert werden. Hierfür müssen die Rentenbeiträge deutlich angehoben werden, was jedoch kaum zu realisieren sein dürfte.


Derzeit herrscht große Besorgnis darüber, dass die nationale Rentenversicherung kein nachhaltiges Sicherheitsnetz für das Leben im Alter sein könnte. Die Rentenhöhe entspreche einem „Taschengeld“, das für die Sicherung des Lebens im Alter nicht ausreiche. Die Einkommensersatzrate müsse daher von derzeit 45 Prozent angehoben werden, heißt es. Das ist jedoch keine leichte Aufgabe. Für einen Anstieg um nur ein Prozent werden enorme Finanzmittel benötigt.


Die Besorgnis über die Ausschöpfung der Fondsmittel nimmt ohnehin weiter zu. Wegen der niedrigen Geburtenrate und der rapiden Alterung der Bevölkerung sinkt die Zahl der Beitragszahler. Dagegen steigt die Zahl der Rentenempfänger drastisch. Sollte die Tendenz anhalten, können die Fondsmittel früher als erwartet ausgeschöpft sein. Nach Schätzungen der Regierung wird die Rentenkasse im Jahr 2042 ein Defizit verbuchen, im Jahr 2057 werden die Fondsmittel verbraucht sein. Jedoch herrscht die Meinung vor, dass die Finanzmittel bereits früher ausgeschöpft sein werden.


Die vernünftigste Lösung ist, die Rentenbeiträge sowie das Renteneintrittsalter anzuheben. Das stellt jedoch eine Belastung für die Bürger dar. Als ein entsprechender Plan für die Verbesserung des Rentensystems im August vorgelegt wurde, stieß dies auf großen Widerstand seitens der Öffentlichkeit. Ohne Unterstützung der Öffentlichkeit kann die Reform jedoch schwerlich vorangetrieben werden. Für die Regierung wäre es daher vorteilhaft, die Aufgabe auf ihre Nachfolgerin zu schieben, da die Rentenreform offenbar zu einem deutlichen Rückgang des Zustimmungswertes führen wird. In den letzten 20 Jahren hat es bislang keine Regierung geschafft, die Rentenbeiträge erhöhen.

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