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Moon veröffentlicht Trumps Botschaft für Kim

#Thema des Tages l 2018-12-03

Nachrichten

ⓒKBS News

Nach dem jüngsten Gipfel zwischen Südkorea und den USA liegt der Ball für Fortschritte bei der Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel nun bei Nordkorea. US-Präsident Donald Trump bat Südkoreas Präsident Moon Jae-in, Kim im Falle seines Besuchs in Seoul binnen Jahresfrist eine Botschaft zu überbringen.


Im Mittelpunkt der Botschaft steht, dass Trump Kims Wünsche in Erfüllung bringen will, sollte Nordkorea ihre Vereinbarung umsetzen. Damit bestätigte Trump quasi offiziell seine Bereitschaft, Gegenleistungen für Maßnahmen zur Denuklearisierung zu erbringen.


Trumps Äußerung kann sehr bahnbrechend sein, jedoch zugleich lediglich eine grundsätzliche Bemerkung darstellen. Kim wünscht sich mit einem Wort eine Sicherheitsgarantie für sein Regime. Die Unterstützung für den wirtschaftlichen Wiederaufbau ist wichtig, jedoch hat die Sicherheit des Regimes von Kim Jong-un Vorrang. Das heißt, dass er sich Wohlstand unter dem Kim Jong-un-Regime wünscht. Trumps Botschaft wies nämlich sehr genau auf den Kern der Angelegenheit hin.


Die konkrete Umsetzung der Botschaft des US-Präsidenten ist jedoch sehr kompliziert. Eine Lockerung der Sanktionen und die wirtschaftliche Unterstützung können abhängig von Nordkoreas Maßnahmen zur Denuklearisierung schrittweise erfolgen. Dann wäre es unvermeidlich, dass eine Inspektion von Massenvernichtungswaffen und die Menschenrechtsfrage thematisiert werden. Das könnte einen fatalen Risikofaktor für das Kim-Regime darstellen. Daher könnte man auch sagen, dass Trumps Botschaft nicht von einer grundsätzlichen Äußerung abweiche.


Moon sagte, dass entsprechende Maßnahmen für Nordkorea nicht unbedingt nur eine Lockerung oder Aufhebung der Sanktionen bedeuten würden. Als Beispiel für solche Maßnahmen nannte der Staatschef die Verschiebung und Verkleinerung von südkoreanisch-US-amerikanischen Militärübungen, humanitäre Hilfe und Austausch auf nichtpolitischer Ebene. Auch wurde eine Erklärung des Kriegsendes als politische Deklaration erwähnt.


Es wird vermutet, dass beim Treffen zwischen Moon und Trump auch Bedingungen für Zugeständnisse der USA vorgelegt wurden, um Nordkorea zu substanziellen Denuklearisierungsmaßnahmen zu bewegen. Beide Präsidenten legten Kims Seoul-Besuch binnen Jahresfrist quasi als erstes Ziel fest. Falls Kim Seoul besuche, um Trumps Botschaft übermittelt zu bekommen, werde der Dialog zwischen Washington und Pjöngjang wieder in Gang gebracht. Daher heißt es, dass der Ball nun bei Nordkorea liegt.

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