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Rekordpreis für Thunfisch bei Neujahrsversteigerung am Tokioter Fischmarkt

#Asien Kompakt l 2019-01-09

Kreuz und Quer durch Korea

© YONHAP News

Bei der ersten Fischauktion am Tokioter Fischmarkt im neuen Jahr wurde ein Thunfisch für einen Rekordpreis versteigert. 


Kiyoshi Kimura, der Besitzer der bekannten Sushi-Kette Zanmai, ersteigerte am Samstag einen 278 Kilogramm schweren Blauflossenthunfisch für 333,6 Millionen Yen, ungefähr 2,7 Millionen Euro. Diese Summe wurde bisher noch nie für einen Thunfisch ausgegeben und ist daher ein neuer Rekord. Für ein Kilogramm musste der Restaurantchef circa 9.700 Euro bezahlen. Der Fisch war zehnmal so teuer wie das teuerste Exemplar im vergangenen Jahr. 


Blauflossenthunfische, die über 150 Kilogramm wiegen, sind auch in Japan, wo so viel Thunfisch konsumiert wird wie sonst nirgends auf der Welt, sehr selten. Sie machen nur ein Prozent des gesamten Thunfischfangs aus und werden daher als „Diamanten des Meeres“ bezeichnet. Der betreffende Blauflossenthun war in der Tsugaru Meeresstraße an der Nordspitze der Halbinsel Honsu ins Netz gegangen. 


Kiyoshi Kimura äußerte sich zufrieden über den Kauf. Er sagte, der Fisch habe einen sehr schmackhaften und frischen Eindruck gemacht. Er wolle seinen Kunden einen guten Thunfisch servieren, in der Hoffnung, dass sie viel Glück im neuen Jahr haben. 2013 hatte der Chef der Restaurantkette schon einen 222 Kilogramm schweren Blauflossenthun für einen damaligen Rekordpreis von 1,26 Millionen Euro ersteigert. 


Die traditionelle Neujahrsversteigerung am Tokioter Fischmarkt gilt als Einstieg in ein glückverheißendes Jahr. Sushi-Restaurants greifen dafür gerne tief in die Tasche. Sie zahlen Rekordsummen und zelebrieren in ihren Geschäften sogenannte Thunfisch-Zerlegungsshows. Die zerlegten Teile des teuren Thuns bieten sie den Kunden sozusagen als Dankeschön für ihre Treue zu einem Spottpreis an. Das ganze hat einen PR-Effekt, da viele Medien über die jährliche Fischauktion und Zerlegung der ersteigerten Thunfische groß berichten.

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