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China: Teeprovinz Yunnan avanciert zum größten Kaffee-Anbaugebiet

#Asien Kompakt l 2019-02-06

Kreuz und Quer durch Korea

© Getty Images Bank

Die Provinz Yunnan ist die größte chinesische Anbaustätte für Pu-Erh-Tee. Diese wertvolle Teesorte gedeiht nur in Höhenlagen mit viel Sonne und einem intakten Ökosystem. Yunnan bietet die optimalen Bedingungen für den Wuchs des Pu-Erh-Tees. In dieser Region im Südwesten Chinas gibt es großen Mengen von Teepflanzen, die hunderte bis tausende Jahre alt sind und einen hohen Wert besitzen, da der Pu-Erh-Tee viele Jahre braucht, um perfekt zu gedeihen. 


Diese Schatzkammer des Pu-Erh-Tees verwandelt sich in ein Anbaugebiet für Kaffee. Yunnan produziert bereits 98 Prozent der gesamten Menge an Kaffeebohnen in China. Dortige Teebauern satteln schrittweise auf den Anbau von Kaffee um. Der Grund dafür ist die Erderwärmung. In der Provinz Yunnan und in nahegelegenen Gebieten hat die Regenmenge stark zugenommen. In der Trockenzeit herrschen deutlich höhere Temperaturen als früher. In der Regenzeit sollen die Teepflanzen zwar um das Doppelte gewachsen sein, der Tee-Geschmack sei aber weniger intensiv. 


Der besondere Geschmack des fermentierten Tees ist auf die darin enthaltene Gallussäure zurückzuführen. Gallussäure vermindert Fettablagerungen und ist im Pu-Erh-Tee in vielfach höherer Konzentration enthalten als in Grüntee oder Schwarztee. Bei Regen geht jedoch der Gehalt an Gallussäure zurück. In der Trockenzeit vermehrt sich zwar die Substanz, wegen den hohen Temperaturen können die Teepflanzen aber nicht richtig gedeihen. Bei der schlimmsten Dürre in Yunnan im Jahr 2010 verdorrten in der Region 50.000 Teepflanzen. 


Das Klima in der chinesischen Provinz hat sich stattdessen zu einem optimalen Klima für den Kaffeeanbau gewandelt. In Yunnan wird fast die gesamte Menge des chinesischen Kaffees produziert.

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