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100 Jahre Unabhängigkeitserklärung vom 8. Februar in Tokio

#Thema des Tages l 2019-02-08

Nachrichten

ⓒKBS News

Die Unabhängigkeitserklärung vom 8. Februar ist im Jahr 1919 von koreanischen Studenten in Tokio abgegeben worden. Dies führte zur Unabängigkeitsbewegung vom 1. März in Korea.


Auf die Unabhängigkeitserklärung vom 8. Februar übten das Ende des Ersten Weltkriegs und die aus diesem Anlass entwickelte Forderung nach der nationalen Selbstbestimmung großen Einfluss aus. Das kurz vor Kriegsende veröffentlichte 14-Punkte-Programm für Frieden von US-Präsident Woodrow Wilson und das Waffenstillstandsabkommen im Ersten Weltkrieg ermutigten koreanische Studenten in Japan. Sie beschlossen bei einer Redeveranstaltung am 6. Januar 1919, eine Unabhängigkeitsbewegung in die Wege zu leiten. Es wurden Studenten ausgewählt, die die Absicht in die Tat umsetzen sollten. Sie arbeiteten dann an einer Unabhängigkeitserklärung.


In der Erklärung wurden die Gründe für die Unabhängigkeit des koreanischen Volks genannt und deren Legitimität betont. Darin wurde die Kolonialherrschaft Japans als „altertümliche Sklavereipolitik“ kritisiert. Genannt wurden die Verletzung der Freiheit, die Volksdiskriminierung und der Entzug des Existenzrechts. Der Kampf des koreanischen Volks dagegen werde sich unaufhaltsam fortsetzen. Der Staat, der durch die Unabhängigkeit des koreanischen Volks entstehen werde, werde ein neues Land sein, das auf der Demokratie beruhe, und zum Weltfrieden und der Entwicklung der Kultur der Menschheit beitrage, hieß es darin. 


Zum Schluss wurden Vier-Punkte-Beschlüsse genannt. Das sind die Abschaffung des Vertrags über die Annexion Koreas durch Japan von 1910 und die Erklärung der Unabhängigkeit Koreas sowie die Forderung nach der Einberufung eines Nationalkongresses. Auch wurden die Entsendung koreanischer Vertreter zu einer internationalen Friedenskonferenz und ein dauerhafter Kampf bis zur Erreichung des Ziels beschlossen.


Die Initiatorengruppe schickte am 8. Februar 1919 die Unabhängigkeitserklärung und eine Petition an die diplomatischen Vertretungen verschiedener Länder in Tokio, die Minister der japanischen Regierung und das Parlament, den Generalgouverneur in Korea und Zeitungen. Um 14 Uhr veröffentlichte die Gruppe bei einer Studentenversammlung im YMCA-Gebäude die Unabhängigkeitserklärung. Die etwa 600 Teilnehmer wurden jedoch von der Polizei gewaltsam auseinander getrieben. 13 Personen wurden festgenommen.


Die Nachricht über die Unabhängigkeitserklärung in Tokio und der Text gelangten nach Korea und führten zur Unabhängigkeitsbewegung vom 1. März.

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