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Südkorea und USA erzielen Einigung über Aufteilung von Verteidigungskosten

#Thema des Tages l 2019-02-11

Nachrichten

ⓒKBS News

Südkorea und die USA haben bei ihren Verhandlungen über die Aufteilung der Verteidigungskosten nur mühsam eine Einigung erzielt. Beide Länder wollten vermutlich im Vorfeld des zweiten Nordkorea-USA-Gipfels nicht zeigen, dass sie sich wegen finanzieller Fragen in einem Konflikt befinden.


Südkorea übernimmt einen Teil der Stationierungskosten der US-Truppen in dem Land. Dazu zählen die Personalkosten der in Südkorea beschäftigten Mitarbeiter der US-Armee, die Baukosten auf den US-Militärbasen sowie die Kosten für logistische Unterstützung. Ein Sonderabkommen über die Höhe des südkoreanischen Beitrags war bisher alle fünf Jahre erneuert worden.


Südkorea und die USA verhandelten seit Monaten über das zehnte Abkommen, das ab 2019 gelten soll. Die Verhandlungen begannen am 7. März 2018 in Honolulu. Von Anfang an war mit Schwierigkeiten gerechnet worden, weil US-Präsident Donald Trump bereits im Wahlkampf von den Bündnisländern verlangt hatte, mehr für die Verteidigung auszugeben. Die USA forderten Südkorea auf, seinen Anteil um das 1,5-Fache auf 1,44 Billionen Won anzuheben und die Summe jedes Jahr mindestens um sieben Prozent zu erhöhen. Bis dahin war der Beitrag so weit erhöht worden, dass damit die Inflation ausgeglichen werden konnte. Die USA verlangten zudem, dass Südkorea die Kosten für den Einsatz strategischer Waffen auf der koreanischen Halbinsel übernimmt. Südkorea forderte demgegenüber eine Anhebung in einem vernünftigen Ausmaß und Verbesserungen des Systems.


Trotz deutlicher Meinungsunterschiede näherten sich beide Seiten bei den Verhandlungen einem Kompromiss an. Jedoch änderten die USA Ende letzten Jahres plötzlich ihre Position und forderten ein einjähriges Abkommen sowie 1,25 Milliarden Dollar. Als Untergrenze wurden eine Milliarde Dollar vorgelegt.


Beide Seiten schlossen schließlich im Vorfeld des zweiten Nordkorea-USA-Gipfels eilig ihre Verhandlungen ab. Bei der Höhe des Beitrags machte jede Seite Zugeständnisse. Es wurde zwar die Eine-Billion-Won-Marke übertroffen, jedoch die Eine-Milliarde-Dollar-Schwelle unterschritten. Die USA nahmen ihre Forderung nach der Übernahme der Kosten für die Verlegung strategischer Waffen zurück, während Südkorea einer einjährigen Vertragsdauer zustimmte.

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