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Zweiter Nordkorea-USA-Gipfel findet in Hanoi statt

#Thema des Tages l 2019-02-11

Nachrichten

ⓒKBS News

Nordkorea und die USA haben Hanoi als Schauplatz ihres zweiten Gipfeltreffens festgelegt. Die Entscheidung für die vietnamesische Hauptstadt wird als „kleines Zugeständnis“ der USA betrachtet.


Nordkorea hatte sich Hanoi als Tagungsort gewünscht. Beide Länder pflegen eine lange Freundschaft. In Hanoi gibt es eine nordkoreanische Botschaft. Die Stadt ist zudem mit der Privatmaschine von Machthaber Kim Jong-un erreichbar. Die Reform und Öffnung Vietnams hat für Nordkorea Vorbildcharakter. Anlässlich des Spitzentreffens mit den USA könnte Nordkorea einen Staatsbesuch von Kim Jong-un und Spitzengespräche mit seinem vietnamesischen Kollegen planen und die Beziehungen mit Vietnam weiter verbessern.


Es ist heutzutage allgemein üblich, dass die Staats- und Regierungschefs normaler Staaten viele Orte in der Welt besuchen und diplomatische Aktivitäten durchführen. Im Falle Nordkoreas ist die Gipfeldiplomatie durch Auslandsbesuche seines Staatschefs jedoch auf China und Russland begrenzt. Das wird auf die Isolation Nordkoreas von der Weltgemeinschaft zurückgeführt. Auch hält Nordkorea die Bewegungen seines höchsten Führers absolut geheim. Der letztjährige Besuch von Kim Jong-un in Singapur war beispiellos in der Geschichte Nordkoreas.


Angesichts dieser Umstände war es für Nordkorea kaum möglich, eine andere Stadt als Hanoi als Tagungsort vorzuschlagen. Die USA bevorzugten die berühmte Urlaubsstadt Da Nang wegen der guten Infrastruktur und Bequemlichkeiten in Hinsicht auf die Bewachung und das Protokoll.


Der Schauplatz eines Spitzentreffens kann eine wichtige Angelegenheit sein, die über den Erfolg oder Misserfolg des Treffens bestimmen kann. Beobachter meinen jedoch, dass es für die USA keinen großen Unterschied mache, ob der Gipfel in Hanoi stattfindet oder in Da Nang. Dagegen ist für Nordkorea der Schauplatz so wichtig, dass von dieser Frage sogar abhängen könnte, ob das Treffen zustande kommt oder nicht. Daher wird es als eine Verhandlungsstrategie der USA angesehen, im Tauziehen um den Schauplatz Nordkoreas nachgegeben zu haben. Die USA hätten dies getan, um in inhaltlichen Fragen mehr herausschlagen zu können, heißt es.

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