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Regierung will 332 Billionen Won für Schaffung von inklusivem Sozialversicherungssystem investieren

#Thema des Tages l 2019-02-13

Nachrichten

ⓒYONHAP News

Ein Rahmenplan für die soziale Sicherheit dient zur Festlegung des Rahmens der Sozialversicherungspolitik. Die Regierung stellt den Plan alle fünf Jahre auf. Der diesmal vorgelegte Plan ist der zweite Rahmenplan.


Die Vision des zweiten Rahmenplans lautet eine „inklusive Gesellschaft“, in der alle Bürger gemeinsam gut leben. Das mittel- und langfristige Ziel besteht darin, die Lebensqualität der Bürger von Platz 28 im OECD-Vergleich auf Platz zehn im Jahr 2040 zu erhöhen. Hierfür legte die Regierung wichtige Einzelziele fest.


Das erste Ziel ist es, den Anteil der Geringverdiener an den Arbeitnehmern von 22,3 Prozent im Jahr 2017 auf 15 Prozent im Jahr 2040 zu verringern. Hierfür will die Regierung das Netz der Beschäftigungssicherheit ausbauen und sich für das lebenslange Lernen und die Verstärkung der Kompetenz der Humanressourcen einsetzen.


Das zweite Ziel ist die Senkung der relativen Armutsquote. Der Anteil der davon betroffenen Personen soll durch den Ausbau der Sozialhilfe, der Einkommenssicherung für Arbeitnehmer und der Seniorenrente auf 11,3 Prozent sinken. Mit Stand von 2017 lag die Quote bei 17,4 Prozent.


Die Erhöhung des Zeitraums der gesunden Lebensjahre von 73 Jahren im Jahr 2016 auf 78 Jahre im Jahr 2040 ist das dritte Ziel. Hierfür wurden die Entlastung bei den Medizinkosten und die effizientere Gestaltung des Systems der Nutzung der medizinischen Versorgung als mittel- und langfristige politische Richtung festgelegt. Der Anteil der Investitionen in soziale Dienstleistungen am Bruttoinlandsprodukt soll von 5,7 Prozent im Jahr 2015 auf 10,7 Prozent im Jahr 2040 gesteigert werden. Im Zentrum steht, verschiedene soziale Dienstleistungen je nach dem Lebenszyklus und der Zielgruppe zu erweitern.


Südkoreas Ausgaben für die soziale Sicherheit waren bisher verglichen mit seinem Wirtschaftsvolumen und dem Einkommensniveau gering. Das Land steigerte die Sozialausgaben kontinuierlich, diese erreichen jedoch immer noch kein ausreichendes Niveau. Daher wird die allgemeine Richtung des zweiten Rahmenplans als richtig betrachtet.


Die große Frage ist selbstverständlich die Finanzierung. Die Regierung will durch die Umstrukturierung der Ausgaben und die Erweiterung der Einkommensgrundlage Finanzmittel für die Umsetzung des Plans beschaffen. Beobachter meinen jedoch, dass ein konkreter Finanzierungsplan fehle.

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