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Investor Jim Rogers wird im März Nordkorea besuchen

#Thema des Tages l 2019-02-13

Nachrichten

ⓒYONHAP News

Der international bekannte Investor Jim Rogers wird im März Nordkorea besuchen. Er hatte bereits in der Vergangenheit großes Interesse an Investitionen in Nordkorea signalisiert.


Rogers wurde im Jahr 1942 geboren. Er studierte an der Yale Universität und der Oxford Universität. Er begann sich als junger Mann mit Investitionen zu beschäftigen, und gründete 1969 mit George Soros den Hedgefonds Quantum Funds. Quantum Funds erzielte in zehn Jahren eine legendäre Rendite von 4.200 Prozent. Der Fonds steht jedoch auch in der Kritik, im Jahr 1997 mit einem massiven Leerverkauf der thailändischen Währung Baht die Finanzkrise in Asien ausgelöst zu haben. Rogers trat mit 37 Jahren aus dem Management des Fonds zurück. Derzeit ist er der Vorsitzende von Rogers Holdings.


Rogers war auch als Professor an der Business School der Columbia Universität und Moderator von Fernsehprogrammen tätig.


Rogers zeigte jüngst beständig Interesse an Investitionen in Nordkorea. Ende letzten Jahres wurde er externer Direktor von Ananti, einem südkoreanischen Betreiber von Resortanlagen. Das Unternehmen besitzt ein Golf Resort in der Tourismuszone des nordkoreanischen Bergs Geumgang. Das Resort verfügt über ein Thermalbad und einen Golfplatz. Der Komplex ist als Folge der Spannungen in den innerkoreanischen Beziehungen seit Jahren geschlossen.


Rogers bekundete auch in einem Interview mit KBS im Januar ausdrücklich seine Bereitschaft zu Investitionen in Nordkorea. Im Falle einer Wiedervereinigung und Öffnung werde die koreanische Halbinsel für zwei Jahrzehnte das aufregendste Land sein, sagte er. Er nannte Südkoreas Kapital und Technologie, Nordkoreas Bodenschätze und Arbeitskräfte sowie die geografische Nähe zu China als Vorteile.


Laut einem südkoreanischen Regierungsvertreter wurde Rogers von Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un eingeladen. Die US-Regierung habe seinen Nordkorea-Besuch bereits genehmigt. Kim zeigte mit der Einladung quasi seinen starken Willen für die Wirtschaftsöffnung. Das wird auch als Botschaft an die USA verstanden, dass die Wirtschaftssanktionen gegen Nordkorea gelockert oder aufgehoben werden sollten.

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