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Südkorea macht sich Sorgen über Wechselkurs

#Themen der Woche l 2019-05-18

Nachrichten

ⓒYONHAP News

Südkorea macht sich Sorgen über den Wechselkurs.


Finanzminister Hong Nam-ki sagte am Mittwoch in Bezug auf den drastischen Anstieg des Won-Dollar-Wechselkurses, die externen Unwägbarkeiten hätten in letzter Zeit tatsächlich zugenommen. Die Regierung werde die Vorgänge genau beobachten und darauf entsprechend reagieren.


Eine Ursache für die Schwankungen am Devisenmarkt ist der Handelsstreit zwischen den USA und China. Die USA setzten am 11. Mai Sonderabgaben auf chinesische Importe im Wert von 200 Milliarden Dollar in Kraft. Peking kündigte daraufhin an, ab dem 1. Juni auf US-Importe in Höhe von 60 Milliarden Dollar zusätzliche Zölle zu erheben.


Der Wert der südkoreanischen Währung sank daraufhin auf nahezu 1.183 Won pro Dollar und  damit auf den tiefsten Stand seit zwei Jahren und vier Monaten. Am Dienstag stieg der Wechselkurs zeitweilig auf 1.900 Won pro Dollar. Seit April war der Wert des Won in mehreren Etappen gesunken. Zwischen dem 1. April und 8. Mai verlor die südkoreanische Währung 2,9 Prozent an Wert.


Angesichts der zunehmenden Unsicherheiten auf dem Finanzmarkt haben Regierung und Zentralbank bei Sitzungen die Lage überprüft und Maßnahmen erörtert. Bei den Sitzungen kamen die Beteiligten zu der Einschätzung, dass der Einfluss des US-chinesischen Handelsstreits auf die Realwirtschaft begrenzt sei. Aufgrund der Erwartung, dass beide Länder ihre Verhandlungen fortsetzen werden, sei der Finanzmarkt relativ stabil.


Es bestünden jedoch weiterhin Unsicherheiten hinsichtlich des weiteren Verlaufs der Verhandlungen zwischen Peking und Washington. Demnach könne das Ausmaß der Schwankungen noch zunehmen. Die koreanische Zentralbank will daher die Vorgänge genau beobachten. Die Regierung betonte, frühzeitig Maßnahmen für die Marktstabilisierung ergreifen zu wollen.

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