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Indiens Tigerpopulation auf knapp 3000 gestiegen

#Asien Kompakt l 2019-08-07

Kreuz und Quer durch Korea

© YONHAP News

Indien beheimatet drei Viertel der weltweiten Tigerpopulation. Dies ergaben die Ergebnisse der alle vier Jahre stattfindenden Tigerzählung, die am Internationalen Tag des Tigers am 29. Juli von der indischen Regierung veröffentlicht wurden. 


Die Zahl der Tiger wuchs demnach im Jahr 2018 auf 2.967 an. Dies ist ein Zuwachs von 33 Prozent verglichen mit der vorherigen Zählung vor vier Jahren. Von den 3.900 Tigern, die es nach Schätzung des World Wide Fund for Nature (WWF) weltweit gibt, leben somit 75 Prozent in Indien. Vor 15 Jahren lebten in Indien nur 1.400 Exemplare. 


Die Tigerzählung ist ein aufwendiges Projekt. An der diesmaligen Zählung hatten 600.000 Personen mitgewirkt. Unter der Leitung der Tigerschutzbehörde arbeiteten zahlreiche Ökologen, Biologen, Polizeibeamte und Freiwillige zusammen. Diese hatten die insgesamt 381.400 Quadratkilometer der Schutzgebiete nach Spuren von Tigern, wie Exkremente und Fußspuren, gründlich und systematisch durchsucht. An den Wegen, die die Tiger passieren wurden ferngesteuerte Kameras und Sensoren angebracht. Die indische Behörde installierte insgesamt 26.838 Kameras. Diese Kameras erstellten in einem Jahr 34.858.623 Aufnahmen von wilden Tieren, davon 76.651 Bilder von Tigern. 


Der BBC zufolge wurden in den 50 Jahren seit 1875 in Indien 80.000 Tiger gejagt und getötet. Aufgrund internationaler Kritik rief Indien ein umfangreiches Tigerschutzprogramm ins Leben. 2016 wurde die Zahl der Tigerschutzgebiete erweitert. Die Zahl der Reservate stieg von 28 im Jahr 2006 auf 50 im letzten Jahr.

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