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US-Streitkräfte kooperieren für Rückgabe von Grundstücken

#Themen der Woche l 2019-09-07

Nachrichten

ⓒYONHAP News

Die US-Streitkräfte in Südkorea haben am Mittwoch bekannt gegeben, dass sie mit der südkoreanischen Regierung kooperieren wollen, um eine schnellstmögliche Rückgabe der von US-Militärbasen genutzten Grundstücke zu ermöglichen.


Die Regierung hatte davor am 30. August bei einer Sitzung des nationalen Sicherheitsrats beschlossen, den Prozess der Rückgabe von 26 US-Militärbasen zügiger voranzutreiben. Dabei handelt es sich um Stützpunkte, die nach den Umzugsplänen der US-Truppen bereits zur US-Militärbasis Camp Humphreys nach Pyeongtaek verlegt wurden oder demnächst verlegt werden sollen.

Im Falle von 54 der insgesamt 80 US-Militärbasen wurden die genutzten Grundstücke bereits zurückgegeben. Von den restlichen 26 wird bei 19 der Zeitpunkt für das Rückgabeverfahren verhandelt. Der Grund für die Verzögerung sind Differenzen über die Übernahme der Kosten für die Umweltsanierung.


Es wurde zudem entschieden, das Verfahren für die Rückgabe des von den US-Truppen genutzten Geländes im Seouler Viertel Yongsan noch vor Jahresablauf einzuleiten. Die Einrichtungen des Yongsan-Stützpunkts wurden bereits größtenteils nach Pyeongtaek verlegt. Übrig geblieben sind noch das Hauptquartier des gemeinsamen Kommandos und ein Hotel. Wegen Verzögerungen bei den Verhandlungen über die Rückgabe verzögert sich auch der Plan der Regierung, auf dem Gelände in Yongsan bis 2027 einen Park für die Bürger anzulegen.


Die Entscheidung, die frühzeitige Rückgabe der von US-Militärbasen genutzten Gebiete voranzutreiben, sorgte für einige Kontroversen. Grund war, dass die Entscheidung unmittelbar nach der Aufkündigung des Militärabkommens mit Japan und Bedauern darüber seitens der USA, erfolgte. Laut dem Präsidialamt werde nur eine bereits getroffene Vereinbarung befolgt. Die Angelegenheit dürfe nicht mit dem US-südkoreanischen Bündnis in Verbindung gebracht werden.

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