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Ausgestorben geglaubte Hirschferkel in Vietnam wieder entdeckt

#Asien Kompakt l 2020-01-08

Kreuz und Quer durch Korea

© GWC

In Vietnam wurden mehrere Hirschferkel gesichtet, die seit fast drei Jahrzehnten als praktisch ausgestorben galten. 


Die Hirschferkel oder Maushirsche, sind die kleinste Art der Paarhufer. Sie erreichen eine Größe von 40 Zentimetern. Diese urtümlichste Gruppe der Wiederkäuer wurde 1910 in Vietnam erstmals entdeckt. 1990 wurde das letzte Exemplar dieser Tierart gesichtet. Es wurde vermutlich von einem Jäger erschossen. Seitdem wurden Hirschferkel nicht mehr gesichtet und von Wildlife Conservation schließlich auf die Liste der meistgesuchten verlorenen Arten gesetzt. 


In letzter Zeit konnten jedoch Forscher mehrere Bilder von der Spezies sicherstellen. Ein vietnamesisches Forschungsteam stellte 2018 zunächst drei Wildtierkameras in Gegenden des Annamiten-Gebirges auf, wo Einheimische die Tiere gesichtet haben sollen. Nach fünf Monaten konnten die Kameras 275 Aufnahmen der verloren geglaubten Hirschferkel-Exemplare machen. Beflügelt von ihrem Erfolg stellten die Forscher weitere Kameras auf und erhielten über 1.800 Fotos von der ausgestorben geglaubten Spezies. 


Experten betonen, dass dringend Maßnahmen für den Schutz der vietnamesischen Maushirsche getroffen werden müssten, da die Wälder Südostasiens zunehmend zerstört würden.

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