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Präsidialamt beobachtet Situation in Nahost

#Themen der Woche l 2020-01-11

Nachrichten

ⓒYONHAP News

Das Präsidialamt hat am Donnerstag wegen der Situation im Nahen Osten eine Sitzung des Nationalen Sicherheitsrats abgehalten. Dabei wurde eine Einschätzung zum Konflikt zwischen den USA und Iran vorgenommen und das Notfallsystem für die Sicherheit der südkoreanischen Landsleute, Unternehmen und Schiffe in der Region überprüft.


Laut Finanzminister Hong Nam-ki sei es verfrüht, von ernsthaften Einflüssen der Nahost-Krise auf die südkoreanische Wirtschaft auszugehen.


Südkoreanische Regierungsbehörden befinden sich seit dem eskalierenden Konflikt nach der Tötung des iranischen Top-Generals Ghassem Soleimani in Einsatzbereitschaft.


Die Regierung überprüfte die Sicherheit von südkoreanischen Staatsbürgern und Unternehmen, die sich im Irak und anderen Ländern der Region aufhalten. Im Irak und Iran  wurden Transportmittel wie Flugzeuge und Schiffe bereitgestellt, damit Landsleute notfalls rasch das Land verlassen können.


Das Außenministerium überprüfte bei einer Video-Konferenz mit den leitenden diplomatischen Vertretern der Länder am Persischen Golf, ob entsprechende Maßnahmen für den Ernstfall getroffen wurden.


Auf wirtschaftlichem Gebiet wurden fünf Arbeitsgruppen eingesetzt, die in den Bereichen Finanzmarkt, Ölpreis, Realwirtschaft, Bauprojekte im Ausland sowie Schifffahrt und Logistik, die Entwicklungen in der Nahost-Krise verfolgen und auf eventuelle negative Einflüsse reagieren.


Eine Zuspitzung der Krise könnte für Südkorea schwere Folgen haben, da 70 Prozent der Ölimporte Südkoreas die Straße von Hormus passieren. Die Sorge gilt vor allem den in Nahost lebenden Südkoreanern. Im Irak befinden sich rund 1.570 südkoreanische Staatsbürger. Im Iran leben rund 290, in Israel etwa 700 und im Libanon über 150 Südkoreaner. In den Vereinigten Arabischen Emiraten, die von Teheran als Ziel bei einer eventuellen Beteiligung an Gegenschlägen durch die USA, genannt wurden, halten sich etwa 18.000 Südkoreaner auf. In den Emiraten sowie im Libanon und am Golf von Aden sind südkoreanische Truppeneinheiten stationiert.


Nach den iranischen Raketenangriffen im Irak gab US-Präsident Trump bekannt, vorerst auf militärische Gegenschläge verzichten zu wollen. Das schlimmste Szenario scheint damit vorerst abgewendet worden zu sein. Der Streit zwischen Teheran und Washington ist damit aber noch lange nicht gelöst. Zwar haben die USA von einem Militärschlag vorerst abgesehen, dafür aber neue Wirtschaftssanktionen gegen Teheran angekündigt.

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