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In Japan wachsen Zweifel an Olympia angesichts Corona-Krise

#Asien Kompakt l 2020-03-18

Kreuz und Quer durch Korea

ⓒ YONHAP News

Wegen der Corona-Krise lehnt die japanische Öffentlichkeit immer stärker die geplante Austragung der Olympischen Sommerspiele in Tokio ab. 


Bei einer neulichen Umfrage durch die Zeitung „Asahi“ befürworteten 63 Prozent der befragten Japaner eine Verschiebung der Olympiade. 23 Prozent hofften auf eine Austragung nach Plan und neun Prozent meinten, die Wettbewerbe sollten ganz gestrichen werden. Bei einer Umfrage durch die Nachrichtenagentur Kyodo News zweifelten rund 70 Prozent der befragten Japaner daran, dass die Olympischen Spiele sowie die Paralympics wie geplant stattfinden könnten. 


Trotzdem hält Premierminister Shinzo Abe unverändert an den Plänen für die Olympischen Spiele fest. Laut Abe haben sich die Staats- und Regierungschefs der G 7-Staaten bei einer Videokonferenz zum Coronavirus am Montag bereiterklärt, die Spiele zu unterstützen, so Kyodo News. Abe habe beteuert, dass Japan Alles in seiner Macht Stehende tun werde, um sich auf die Olympiade vorzubereiten. Japan wolle mit der kompletten Austragung der Olympischen Spiele den Beweis dafür liefern, dass die Menschheit das neue Coronavirus besiegen kann. Bei einer Pressekonferenz am vergangenen Samstag betonte Abe seinen Willen, die Wettbewerbe wie geplant über die Bühne zu bringen. 


Das Internationale Olympische Komitee (IOC) sieht trotz der Coronakrise vorerst weiter keinen Grund, die für den Sommer geplanten Olympischen Spiele in Tokio abzusagen oder zu verschieben. Das IOC teilte in einem Communique im Anschluss an die gestrige Sitzung seiner Exekutive in Lausanne mit, dass zum jetzigen Zeitpunkt keine drastischen Maßnahmen erforderlich seien, da man bis zu den Spielen noch vier Monate Zeit habe.

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