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Interessante Suchwörter der letzten Tage

#Suchwort Aktuell l 2020-03-20

Kreuz und Quer durch Korea

ⓒ Getty Images Bank

Das Interesse der Netzbürger weckte ein Plan des Koreanischen Fremdenverkehrsamtes, für die Wiederbelebung der stagnierenden Reiseindustrie und den Ausbau von neuen Reisecontents aktiv den Nachttourismus anzukurbeln. Der Nachttourismus ist als eine Tourismusindustrie mit großem wirtschaftlichem Effekt bekannt. Der Nachttourismus hat den Effekt, dass die Zahl der Touristen steigt, die in den betreffenden Städten auch übernachten und damit die Übernachtungseinrichtungen dort in Anspruch nehmen. Das Fremdenverkehrsamt will möglichst im nächsten Monat zusammen mit lokalen Verwaltungseinheiten im Land 100 Nachtreiseziele auswählen. Nachttourismus ist einer der Blauen Ozeane des Reisemarktes, auf den auch andere Länder wie die USA große Aufmerksamkeit richten. Die US-Stadt New York hat im vergangenen Jahr durch den Nachttourismus einen wirtschaftlichen Effekt im Wert von 19 Milliarden Dollar erzielt. Zudem wurden dadurch auch 190.000 Arbeitsplätze geschaffen. Das Fremdenverkehrsamt rechnet damit, dass der Nachttourismus als ein neues spezielles Reiseprodukt, das nicht nur lokale Regionen, sondern das Land Südkorea repräsentiert, einen großen Erfolg erzielen wird. Denn alle Städte in Südkorea sind auch nachts sehr sicher und verfügen über eine gute Infrastruktur und Einkaufsmöglichkeiten rund um die Uhr.


Als Folge der Ausbreitung der Infektionskrankheit Covid-19 ist die Zahl der Kinobesucher am Tag auf unter 40.000 gefallen. Am 16. März gingen landesweit insgesamt 36.447 Personen ins Kino. Damit erreichte die Zahl der Kinobesucher am Tag seit März 2004 den Tiefststand. Aufgrund der Ausbreitung von Covid-19 war die Zahl der Kinobesucher am Tag mit dem Beginn dieses Monats auf 50.000 bis 65.000 gefallen. Schließlich ist die Zahl an den Werktagen unter die Marke von 40.000 gefallen. Vom 1. bis 16. März besuchten im ganzen Land insgesamt 1.171.749 Personen ein Kino. Diese Zahl entspricht gegenüber demselben Vorjahreszeitraum lediglich einem Siebtel. Zurzeit ist es sogar unnütz und fast bedeutungslos, die Kino-Charts unter die Lupe zu nehmen. Derzeit steht an der Spitze der Kino-Charts der US-amerikanisch-australische Horrorfilm ´Der Unsichtbare´ mit dem Originaltitel ´The Invisible Man´ aus diesem Jahr. Dieser Film lockte aber am Montag dieser Woche lediglich 8.089 Personen ins Kino. Bei weiteren Filmen, die auf den Plätzen 2 bis 5 stehen, lag die Zuschauerzahl am Montag lediglich bei rund 2.000 bis 5.000. Viele Zuschauer sind jedoch der Meinung, dass 30.000 Kinobesucher am Tag nicht wenig sei, wenn man an die Gefahr der Ansteckung mit dem Coronavirus denke. Derzeit werde dazu geraten, soziale Kontakte möglichst zu vermeiden, daher sollte man auch nicht ins Kino gehen, auch wenn einem die Kinobetreiber und die Filmindustrie wegen des schlecht laufenden Geschäftes leidtun können. Wichtig ist aber derzeit die Bekämpfung der Infektionskrankheit. Wenn die Corona-Krise vorbei ist, werden die koreanischen Filmliebhaber wieder fleißig ins Kino gehen können, aber bis dahin sollte man lieber vorsichtig sein.


In einer schwierigen Lage befindet sich auch der Markt für darstellende Künste. Der Umsatz mit Eintrittskarten für Aufführungen, der im Januar bei rund 33 Millionen Dollar lag, hat sich im vergangenen Monat halbiert. Vom 1. bis 15. März betrug er lediglich rund 3,9 Millionen Dollar. Wenn es so weitergeht, wird sich der Umsatz in diesem Monat kaum auf 8 Millionen Dollar belaufen. Damit würde der Umsatz in lediglich drei Monaten um etwa 75% schrumpfen. Grund für den Umsatzeinbruch ist, dass viele Aufführungen wegen Covid-19 entweder abgesagt oder verschoben worden sind. Die Zahl der gesamten Aufführungen ist von 756 im Monat Januar im Februar auf 567 zurückgegangen. In diesem Monat betrug sie bis 15. März lediglich 183. Der Monat März gehört zur Hauptsaison des Marktes für darstellende Künste. Umso beunruhigter ist die Branche. Die Monate Januar und Februar zählen mit Ausnahme der Musicals eher zur Nebensaison. Konzerte für klassische Musik, Tanz-, Ballett- und Opernaufführungen haben ebenfalls im März Hochkonjunktur. In diesem Jahr sieht die Lage aber wegen Covid-19 ganz düster aus. Nach Aufführungsgattungen betrachtet ist der Umsatz der Gattung Musical, die am Markt für darstellende Künste einen Anteil von über 80% ausmacht, drastisch geschrumpft, so dass der gesamte Markt unter diesem Einfluss steht. Auch bei Theatern ist der Umsatz stark, auf ein Zehntel, zurückgegangen. Noch ernsthafter ist die Lage bei Tanzaufführungen und Konzerten der traditionellen koreanischen Musik, die auch gewöhnlich unbeliebter sind als andere Gattungen. In diesem Monat ging bei diesen zwei Gattungen jeweils nur eine Aufführung über die Bühne. Die Einnahmen fehlen entweder völlig oder können die Kosten für die Aufführung nicht ausgleichen.

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