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Coronavirus-Krise: Indien verhängt vollständige Ausgangssperre

#Asien Kompakt l 2020-03-25

Kreuz und Quer durch Korea

ⓒ YONHAP News

Während sich die Coronavirus-Epidemie weltweit mit schneller Geschwindigkeit ausbreitet, wächst die Sorge, in Indien könnten wegen der hohen Bevölkerungsdichte demnächst die Fallzahlen explodieren.


Um das Coronavirus einzudämmen, verkündete Indiens Premierminister Narendra Modi gestern Nacht einen sogenannten Lockdown. Die landesweite Ausgangssperre gelte für 21 Tage. Um Indien und jeden Inder zu retten, werde es ein völliges Verbot geben, das Haus zu verlassen, sagte der Premierminister in seiner Ansage an die Nation. Modi räumte ein, dass die Abriegelung wirtschaftliche Auswirkungen haben wird, argumentierte aber, dass Indien um Jahrzehnte zurückfallen werde, wenn es keinen Lockdown für 21 Tage in Kauf nehme.


In den abgeriegelten Städten wie Neu-Delhi und Mumbai wurde bereits der öffentliche Bahn- und Busverkehr bis auf Weiteres eingestellt. Schulen, Religionseinrichtungen und kommerzielle Einrichtungen wurden geschlossen. Die Bürger dürfen nur zum Einkaufen des Lebensnotwendigen oder für dringende Arztbesuche das Haus verlassen. Die Regierung in Neu-Delhi ordnete den Bundesregierungen an, Verstöße gegen die Ausgangssperren hart zu bestrafen.


Bis Anfang März lag in Indien die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle bei einigen Dutzend. Die Kurve steigt jedoch seit einigen Tagen steil an. Nach Stand von Mittwochnachmittag wurden 536 Infizierte bestätigt. Ramanan Laxminarayan, der Direktor des Zentrums für Krankheiten, sagte laut der „South China Morning Post“, Indien müsse sich auf einen Tsunami von Corona-Fällen einstellen. Er rechne mit einer Infektionsrate von 20 Prozent bis 60 Prozent. Dies wären in Indien mindestens 300 Millionen Fälle.


Auch in Nepal gilt seit Dienstagvormittag eine landesweite Sperre bis Ende März. In den Gebieten, in denen ein solcher Stillstand verordnet wurde, ist das öffentliche Leben zum Erliegen gekommen. Sri Lanka verlängerte die Ausgangssperre. Nach 60 Stunden Ausgehverbot seit dem Wochenende wurde der Bevölkerung für 24 Stunden genehmigt, ein paar dringende Einkäufe zu tätigen. In Südasien verzeichnet Pakistan den stärksten Anstieg der Infiziertenzahl. Dies wird auf die Rückkehr von muslimischen Pilgerern aus dem Iran zurückgeführt. Nach Stand von Mittwoch waren in Pakistan 972 Fälle bekannt.

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