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Wieder steigende Corona-Infektionszahlen in Südkorea

#Themen der Woche l 2020-05-16

Nachrichten

ⓒYONHAP News

Angesichts der alarmierenden Häufung von Corona-Infektionsfällen in Zusammenhang mit Klubs in Itaewon ist der Anstieg der täglichen Neuinfektionen mit Covid-19 wieder zweistellig. Landesweit werden immer wieder neue Fälle bestätigt. In Südkorea wächst daher die Sorge, es könne zu einer zweiten Infektionswelle kommen.


Die Masseninfektionen gingen von einem Patienten aus Yongin aus. Die Behörden stellten anhand von Untersuchungen seiner Bewegungsrouten fest, dass er seit dem 30. April, eine Woche lang, bis zur Feststellung seiner Infektion, in den vier Städten Yongin, Seoul, Seongnam und Suwon unterwegs war.


Als besonders folgenreich erwies sich sein Aufenthalt in Klubs im Seouler Viertel Itaewon, das zu einem Infektionsherd wurde. Der Patient aus Yongin besuchte in einer Nacht fünf Klubs und steckte dort etliche Gäste an. Die von ihm Infizierten gaben das Virus an  Familienangehörige und Kollegen weiter. Es besteht nun die Gefahr, dass diese wiederum dritte Personen anstecken und es zu einer größeren Ausbreitung in den Kommunen kommen kann.


Während der Feiertagswoche vom 30. April bis 5. Mai wurden die betreffenden Klubs von über 7.000 Menschen besucht. Die Nachverfolgung erschwert sich dadurch, dass in einigen davon viele Homosexuelle verkehren, die aus Angst vor einem Outing der Aufforderung, sich testen zu lassen, nicht nachkommen. Die Regierung hat daher dafür gesorgt, dass sich die Betroffenen anonym testen lassen können. Nach Angaben der Seouler Stadtverwaltung konnten etwa 2.000 Personen noch nicht erreicht werden.


Als eine Konsequenz des neuen Ausbruchs wurde der für Mittwoch geplant gewesene Präsenzunterricht an den Schulen um eine Woche verschoben.


Die Behörden versuchen mit Hochdruck, eine erneute Infektionswelle zu verhindern. Voraussetzung dafür sei, dass 90 Prozent der möglichen Infizierten in Zusammenhang mit dem Virusherd getestet werden. Die Bürger werden mit Nachdruck dazu aufgefordert, die Hygiene- und Abstandsregeln strikt einzuhalten.

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