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Interessante Suchwörter der letzten Tage

#Suchwort Aktuell l 2021-09-10

Kreuz und Quer durch Korea

ⓒ Getty Images Bank, SEOUL GRANDPARK

Der Herbst scheint nun richtig Einzug gehalten zu haben. Morgens und abends ist es deutlich kühler geworden, so dass man nun beim Schlafen das Fenster nicht mehr auflassen kann. Bald wird auch überall das Herbstlaub zu bewundern sein. Vor allem im Herbst sind Bergwanderungen sehr beliebt. Viele Naturliebhaber und wanderlustige Bürger unternehmen im Herbst an berühmten Bergen eine Wanderung. Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie scheint die Zahl der Bürger, die allein Bergwanderungen unternehmen, stark gestiegen zu sein. Dies hat auch zur Steigerung der Zahl der Bergunfälle geführt. Das Interesse der Netzbürger weckte die Nachricht, dass die Zahl der Bergunfälle, die sich in diesem Jahr in Nationalparks in der Region Süd-Gyeongsang ereignet haben, gegenüber dem Vorjahr um etwa 40% gestiegen ist. Nach der Feuerwehrzentrale der Provinz Süd-Gyeongsang ist die Zahl der Besucher der Nationalparks in dieser Region in diesem Jahr bis Juli gegenüber demselben Vorjahreszeitraum um 18% geschrumpft. Die Zahl lag 2020 bei 1.435.519, ging aber 2021 auf 1.285.778 zurück. Im Gegensatz dazu ist jedoch die Anzahl der Bergunfälle von 398 im Jahr 2020 in diesem Jahr auf 563, damit um 41,5% gestiegen. Die Feuerwehrzentrale analysiert diese Veränderungen damit, dass aufgrund der wiederholten Corona-Wellen die Zahl der Bergwanderer, die wie früher in Gruppen Bergwanderungen unternehmen, geschrumpft aber die derjenigen, die allein wandern, gestiegen ist. Damit scheine die Zahl der Personen, die allein unterwegs sind und einen Unfall haben, gestiegen zu sein. Die Zentrale weist darauf hin, dass in den letzten drei Jahren insgesamt 2.392 Bergunfälle passiert sind und 32,7% davon im Herbst.


Die Netzbürger interessierten sich auch für einen Zeitungsbericht über die kurze Schlafdauer der Koreaner. Nach einer vom globalen Unternehmen Philips zum diesjährigen Weltschlaftag vom 19. März bei 13.000 Personen aus 13 Ländern durchgeführten Untersuchung schlafen die Südkoreaner werktags durchschnittlich 6,7 Stunden und am Wochenende 7,4 Stunden, damit weniger als der Weltdurchschnitt von jeweils 6,9 und 7,7 Stunden. Berücksichtigt man die Tatsache, dass der Schlaf für sämtliche Lebewesen unentbehrlich ist, kann es bei der durchschnittlichen Schlafdauer keinen großen Unterschied geben. Eine 2014 von der OECD ermittelte durchschnittliche Schlafdauer der Weltbürger ergab, dass deutsche und britische Erwachsene durchschnittlich 478 Minuten, Norweger 481 und Italiener 488 Minuten schlafen. Der Unterschied beträgt etwa 10 Minuten. Dies zeigt, wie groß der Unterschied von 20 Minuten in der durchschnittlichen Schlafzeit zwischen den Südkoreanern und den Weltbürgern ist. Nach einer 2017 veröffentlichten Abhandlung über den Schlaf der Koreaner hat die kürzere Schlafdauer der Koreaner vor allem mit der langen Arbeitszeit der Koreaner zu tun. Nach einer OECD-Untersuchung ist Südkorea mit einer Arbeitszeit von 1.967 Stunden im Jahr weltweit das Land mit der zweitlängsten Arbeitszeit. Zudem brauchen die Südkoreaner für die Fahrt zur Arbeit und zurück durchschnittlich 54,55 Minuten, damit verglichen mit den Menschen in fortgeschrittenen Ländern etwa 20 Minuten mehr. Zudem schlafen die Südkoreaner weniger, um mehr Freizeit haben zu können. Die Freizeit der Südkoreaner beträgt unter der Woche 3,7 Stunden und an Feiertagen 5,6 Stunden. Im internationalen Vergleich haben die Südkoreaner täglich weniger Freizeit als Menschen in anderen OECD-Ländern. Ferner sind in Südkorea anders als in vielen Ländern in Europa und Nordamerika auch nach 22 Uhr Freizeitaktivitäten wie Shopping oder Trinken möglich. Deshalb wollen die Südkoreaner gerne etwas von ihrem Schlaf opfern, um mehr Freizeit haben zu können. Das Problem ist aber, dass unter dem kurzen Schlaf die Gesundheit der Koreaner leidet. 


Viele Netzbürger gaben in den letzten Tagen auch Seoul Grand Park häufig als Suchwort ein. Dies hat damit zu tun, dass der Familienpark vor wenigen Tagen bekannt gegeben hat, dass er 37 Jahre nach seiner Eröffnung im Jahr 1984 ein System für den kontaktlosen Eintritt und ein smartes Parksystem eingeführt hat. Früher mussten die Besucher am Schalter eine Eintrittskarte kaufen und diese am Eingang des Parks dem Mitarbeiter zeigen. Beim smarten Torsystem kann man mit der Verkehrskarte in den Park gelangen, ohne eine Eintrittskarte zu lösen. Der Eintritt wird automatisch mit der Verkehrskarte gezahlt. Hat man die Eintrittskarte online gekauft, braucht man lediglich den QR-Code an das smarte Tor zu halten. Das Parksystem ist auch bequemer geworden. Man kann mit der App KakaoT vorher überprüfen, wie viele freie Parkplätze es gibt und mit der App auch mobil die Parkgebühren zahlen. Angeboten wird auch erstmals ein gebührenpflichtiger Valet-Parken-Service. Dieser Parkdienst wird vorerst bis Ende dieses Jahres probeweise nur an den Wochenenden angeboten. Ab dem nächsten Jahr kann der Service in der Nebensaison lediglich am Wochenende und in der Hauptsaison auch unter der Woche genutzt werden. 

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