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Interessante Suchwörter der letzten Tage

#Suchwort Aktuell l 2022-06-16

Kreuz und Quer durch Korea

ⓒ Getty Images Bank

Sie wissen vermutlich schon, dass die Südkoreaner zu den sogenannten drei Hundstagen, den heißesten Tagen im Sommer, gesundheitsstärkende Nahrung einnehmen und dazu vor allem die koreanische Hühnersuppe Samgyetang gehört. Sie wissen auch, dass in Südkorea Fried Chicken, frittiertes Hähnchen, eines der beliebtesten Gerichte ist. Neueste Daten zeigen, dass unter den Gerichten für Auswärtsessen Fried Chicken seit Beginn dieses Jahres den höchsten Preisanstieg aufweist. 

Es besteht nun die Aussicht, dass im Vorfeld der drei Hundstage, der sommerlichen Hochsaison für die Hähnchen-Nachfrage, die finanzielle Belastung der Verbraucher größer werden wird. Nach den Daten des Statistikamtes ist in diesem Jahr mit Stand von Ende des vergangenen Monats die Preisanstiegsrate bei Fried Chicken mit 6,6 Prozent unter 39 beliebten Gerichten für das Auswärtsessen am höchsten. Verglichen mit Mai des vergangenen Jahres ist der Preis von frittierten Hähnchen um 10,9 Prozent nach oben geklettert.

Verglichen mit Ende des vergangenen Jahres sind die Preise von allen 39 Gerichten gestiegen. Jajangmyeon, Nudeln mit einer kräftigen Soße aus schwarzer Bohnenpaste, kosten nun 6,3 Prozent mehr, und Tteokboki, das koreanische Reiskuchengericht mit pikanter Chili-Soße, wurde um 6 Prozent teurer. 

In der Tat haben Franchiseketten für frittierte Hähnchen in letzter Zeit die Preise ihrer Angebote der Reihe nach erhöht. Die Branche rechtfertigt dies damit, dass die Zutaten mittlerweile mehr kosten. Für Hühner, Speiseöl und Paniermehl muss im Einkauf nun mehr bezahlt werden. Nach dem „Korean Institute for Animal Products Quality Evaluation“ ist der durchschnittliche Handelspreis von Hühnern, die an Franchise-Ketten geliefert werden, von rund 2 Dollar 30 im Dezember des vergangenen Jahres im vergangenen Monat auf 2 Dollar 70 pro Stück und damiz um 17,9 Prozent nach oben geklettert.  


Das Interesse der Netzbürger weckte auch das Untersuchungsergebnis, dass sich die Männer am Wochenende nun mehr um die Kinder kümmern. Das Koreanische Institut für Kinderbetreuung und -erziehung hat im Mai des vergangenen Jahres bei 1.228 Eltern von Klein- und Grundschulkindern eine Umfrage durchgeführt und am Dienstag dieser Woche einen Bericht darüber veröffentlicht. 

Nach diesem Bericht übernimmt die Frau an Werktagen 70,9 Prozent und der Mann 29,1 Prozent der Kinderbetreuung. Am Wochenende bringt sich der Mann dann etwas stärker ein. Aber auch am Wochenende übernimmt die Frau insgesamt doch mehr Arbeit als der Mann. Die Frau hat an der Kinderbetreuung am Wochenende einen Anteil von 57,8 und der Mann einen Anteil von 42,2 Prozent. 

Die Frau denkt, dass der Mann lediglich 24,1 Prozent der Kinderbetreuung übernimmt. Der Mann denkt selbst, dass sein Anteil an der Kinderbetreuung 34 Prozent beträgt. In Bezug auf die Erkenntnis der Rollenverteilung und Gleichstellung in der Ehe sind die meisten Befragten der Meinung, dass die Frau und der Mann bei allen Angelegenheiten im Haushalt das gleiche Bestimmungsrecht haben sollten. Mit dem Satz, dass der Mann und die Frau hinsichtlich der Hausarbeit und Kinderbetreuung andere Aufgaben haben, waren nur sehr wenige einverstanden. Diese Ergebnisse zeigen, dass das Bewusstsein für die Gleichstellung von Mann und Frau in der Ehe nun stärker verbreitet ist als früher. 

Es zeigt sich aber auch, dass trotz der verbesserten Ansicht, dass die Kinderbetreuung eine Aufgabe beider Elternteile ist, immer noch mehr Arbeit an den Frauen hängenbleibt. Als Grund dafür, dass die Schaffung einer positiven Kultur der Kinderbetreuung und -erziehung schwierig ist, nannten die meisten Befragten die unterschiedliche Philosophie bzw. Einstellung zur Kinderbetreuung zwischen den Ehepartnern. Diese Antwort fand 30,1 Prozent Zustimmung. Danach folgte mit 27,2 Prozent Zustimmung die Antwort, dass es nicht genug Zeit für die Kinderbetreuung gebe. 15,6 Prozent Zustimmung fand die Antwort, dass der Mann und die Frau zur Aufgabenteilung bzw. Verantwortung für Kinderbetreuung unterschiedliche Meinungen haben. 


Viele Netzbürger interessierten sich auch für bei Südkoreanern beliebte europäische Reiseziele. Die Auslandsreisen, die wegen der Corona-Pandemie praktisch zum Stillstand gekommen waren, werden nun wieder aufgenommen. Nach der Online-Reiseplattform tripbtoz sind die beliebten europäischen Reiseziele der Reihe nach Frankreich, Spanien, Italien und England. 

Im Falle Frankreichs und Englands konzentriert sich die Reise-Nachfrage auf die Hauptstädte Paris und London. Andere beliebte Ziele in diesen Ländern sind Nizza und Edinburgh. Im Kontrast dazu besuchen Touristen, die nach Spanien und Italien reisen, verschiedene Städte und nicht nur die Hauptstädte. In Spanien werden Barcelona, Mallorca, Madrid, Sevilla und Granada gerne besucht. 

Interessant ist, dass Mallorca als Reiseziel beliebter geworden ist. Diese spanische Insel, die seit langem ein beliebtes Urlaubsziel der Europäer ist, war vor der Corona-Pandemie bei den Südkoreanern wenig bekannt. Im vergangenen Jahr wechselte der südkoreanische Fußballer Lee Kang-in zu RCD Mallorca. Seitdem ist die spanische Insel in Südkorea bekannter geworden, und in letzter Zeit gewinnt sie bei Südkoreanern auch als Hochzeitsreiseziel an Beliebtheit. 

In Italien sind die Städte Rom, Florenz, Venedig und Mailand die beliebtesten Reiseziele der Koreaner. Abgesehen von Rom sind norditalienische Städte als Reiseziel beliebter als Städte in Süditalien. Ein Mitarbeiter von tripbtoz sagt, in der Zeit, in der wegen der Corona-Pandemie Auslandsreisen unmöglich waren, sei die Nachfrage nach Europareisen gestiegen, und auch die europäischen Regionen, für die sich die Südkoreaner interessieren, hätten sich mit der Zeit verändert. Die Plattform werde weiter datenbasiert die sich verändernden Reisetrends der Südkoreaner untersuchen.

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