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Taiwan-Besuch von Pelosi stellt auch Südkorea vor Herausforderungen

#Themen der Woche l 2022-08-06

Nachrichten

ⓒYONHAP News

Nach dem Besuch der Vorsitzenden des US-Repräsentantenhauses Nancy Pelosi in Taiwan droht der Konflikt zwischen den USA und China zu eskalieren. Peking reagierte darauf mit einem großen Militärmanöver. 


Die Situation erschwert es Südkorea, in der Außenpolitik die Balance zwischen den USA und China zu halten.


Pelosi war mit einer Kongressdelegation am Dienstag am Flughafen Songshan in Taipeh eingetroffen. Nach ihrer Landung übermittelte sie die Botschaft, dass der Besuch ihrer Delegation in Taiwan gemäß dem festen Versprechen der USA erfolge, das demokratische System der Inselrepublik zu unterstützen. Heute stehe die Welt vor der Wahl zwischen Demokratie und Autokratie. Mehr als je zuvor sei die amerikanische Solidarität mit den 23 Millionen Menschen in Taiwan entscheidend, hieß es.  


Die US-Politikerin besuchte unter anderem das Parlament in Taipeh und traf sich anschließend mit der taiwanischen Präsidentin Tsai Ing-wen. Auch führte sie ein Gespräch mit anti-chinesischen Aktivisten. 


Es war der erste hochrangige US-Besuch in Taiwan seit 25 Jahren. 


Die Führung in Peking hatte im Vorfeld vehement vor einem Taiwanbesuch Pelosis gewarnt.  Präsident Xi Jinping gebrauchte in einem Telefongespräch mit US-Präsident Joe Biden die Formulierung, wer mit dem Feuer spiele, werde sich selbst daran verbrennen. 


Als Reaktion startete Chinas Volksbefreiungsarmee ein Manöver in sechs Meeresgebieten um Taiwan, bei dem es auch zu Schießübungen gekommen sein soll. Peking bewertete den Besuch Pelosis auf der Insel als einen Affront gegen die „Ein-China-Doktrin“ und Einmischung in interne Angelegenheiten. 


Die Ereignisse haben zu erhöhten Spannungen in Nordostasien geführt. Für Südkorea ist es noch schwieriger geworden, sich zwischen den USA und China außenpolitisch zu positionieren. Es besteht zudem die Möglichkeit, dass sich China, Russland und Nordkorea enger zusammenschließen werden und Nordkorea die Gelegenheit zu weiteren Provokationen nutzen wird.

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