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Medienbericht über mögliche Lieferung von für Ukraine bestimmten Artilleriegeschossen an die USA sorgt für Aufmerksamkeit

#Themen der Woche l 2022-11-19

Nachrichten

ⓒYONHAP News

Ein Medienbericht, demnach Südkorea über die USA Artilleriegeschosse an die Ukraine liefern werde, hat für Aufmerksamkeit gesorgt.


In einem Artikel der US-Zeitung „Wall Street Journal“ (WSJ) vom 10. November hieß es, dass Südkorea an die USA 100.000 155mm-Artilleriegeschosse verkaufen würde, die für die ukrainischen Streitkräfte bestimmt seien.


In einer Erklärung des US-Verteidigungsministeriums hieß es, die USA stimmten sich mit Südkorea und anderen Verbündeten regelmäßig über Wege einer optimalen Unterstützung der Ukraine durch die internationale Gemeinschaft ab. Das Pentagon befinde sich mit Rüstungsunternehmen in Südkorea in Gesprächen über eine Munitionslieferung. Es würden jedoch nicht die Waffen-Reserven Südkoreas angezapft.


Inklusive der bereits gelieferten Menge wollen die USA die ukrainischen Streitkräfte mit 924.000 155mm-Artilleriegeschossen versorgen. Der Vorrat an 155mm-Munition in den USA ist dadurch bedenklich knapp geworden. Eine Lieferung durch Südkorea könnte Abhilfe schaffen.


Die südkoreanische Regierung hält an dem Prinzip fest, keine tödlichen Waffen an die Ukraine zu liefern. Das Verteidigungsministerium teilte in einer Stellungnahme mit, dass einheimische Unternehmen und die USA in Gesprächen über eine Munitionslieferung seien, um den knappen Vorrat an 155mm-Munition in den USA aufzufüllen. Es werde dabei vorausgesetzt, dass die USA der Endabnehmer seien.


Es werden nun Bedenken laut, dass ein Zustandekommen des Waffengeschäfts zu einer Verschlechterung der Beziehungen Südkoreas zu Russland führen könnte. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte vor einer "Zerstörung der Beziehung" gewarnt. Auch wenn der Endabnehmer der südkoreanischen Lieferungen die USA sind, kann angesichts der Eigenschaft von Munition als Verbrauchsartikel ein Zusammenhang mit der Ukraine nicht ganz ausgeschlossen werden. Eine Verschlechterung der Beziehungen zwischen Südkorea und Russland kann daher nicht ausgeschlossen werden.

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