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Volkslieder

#Musik verbindet l 2024-01-18

Musik verbindet

Volkslieder
Die Paulownia behält ihr Wesen nach tausend Jahren. Die Pflaumenblüte verbringt ein Leben in Kälte und verliert dennoch nicht ihren Duft. Der Mond bleibt in seiner Form, auch wenn er tausend Male abnimmt. Der Weidenbaum treibt neue Äste, auch wenn er hundert Mal gebrochen wird. 

So lautet ein Gedicht von Shin Heum, einem Dichter der Joseon-Zeit. Die Paulownia, die Pflaumenblüte, der Mond und der Weidenbaum waren beliebte Motive, denen sich Gelehrte der Joseon-Zeit in ihrer Lyrik bedienten. 
Die Pflaumenblüte, auf Koreanisch Maehwa, stand für den Charakter der adligen Gelehrten, da sie auch im Schnee und kalten Winterwind zu blühen beginnt und einen sanften Duft hat. Der Dezember nach dem Mondkalender wird Nabwol genannt. Frühblüher unter den Pflaumenblüten, die im Dezember sprießen, heißen „Nabwolmae“. Wenn die ersten Pflaumenblüten zu sprießen beginnen, geraten viele Koreaner in Vorfreude auf den Frühling ganz aus dem Häuschen. Hören sie heute als erstes das Gyeonggi Minyo „Maehwa Taryeong“, „das Pflaumenblütenlied“, gesungen von Song So-hee und gespielt von der Fusion Band Second Moon. 

Unser nächstes Musikstück ist „Geondreong Taryeong“, übersetzt so viel wie „das Lied vom wiegenden Gang“. Das Lied beschreibt die Bewegungen der Frauen, die aus verschiedenen Orten in Seoul kamen, um auf dem Markt Sondererzeugnisse feilzubieten. Der Text lautet in etwa: 

Die junge Frau von Wangsimni macht sich auf den Weg, frisches Kräutergemüse zu verkaufen. Kaufen sie Farn, Sprossen der Fatsia und Kräutergemüse vom Yongmun-Berg. Die junge Frau vom Nugakgol macht sich auf den Weg, Tabakbeutel zu verkaufen. Kaufen sie Beutel zum Einstecken in die Tasche und Hängebeutel. 

Hören sie nun das Lied „Geondreong“ und stellen sie sich dabei vor, wie die lebenskräftigen Frauen im wiegenden Gang auf den Markt gingen, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Es singt Chae Su-hyeon in musikalischer Begleitung des polnischen Streichquintetts VOLOSI. 

Als letztes wollen wir ihnen heute das Volkslied „Jeongseon Arirang“ vorstellen. Jeongseon Arirang gibt es in zwei Versionen. Die eine ist ein Lied, wie es die Menschen in Jeongseon, in der Provinz Gangwon, seit je her sangen, und das sie „Arari“ nannten. Koreanische Volkslieder beginnen gewöhnlich mit einem langsamen Tempo und wechseln dann in einen schnellen Rhythmus. Auch Arari wird in „Gin Arari“ und „Jajin Arari“ unterteilt. Gin bedeutet lang und Jajin schnell. 
Darüber hinaus gibt es auch das „Yeoggeum Arari“, in dem ein langer Vers wie bei einem Rap markant und schnell vorgetragen wird und am Ende plötzlich in einen langsamen Gesang übergeht. Das Yeoggeum Arari ist eine von Sängerinnen und Sängern von Seoul und der Provinz Gyeonggi elegant überarbeitete Version des Arari und wird Jeongseon Arirang genannt. Hören sie nun das Jeongseon Arirang, gesungen von der Gruppe Gozze. Gozze ist eine Musikgruppe, die alte Lieder neu interpretiert. 

Musik
  1. “Maehwa Taryeong“, gesungen von Song So-hee, gespielt von Second Moon 
  2. „Geondreong“, gesungen von Chae Su-hyeon, gespielt von VOLOSI 
  3. „Jeongseon Arirang“, gesungen von Gozze

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