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Interessante Suchwörter der letzten Tage

#Suchwort Aktuell l 2024-01-25

Kreuz und Quer durch Korea

ⓒ Getty Images Bank
Vorgestern berichteten viele südkoreanische Medien über eine Warnung wegen frittierten Stärke-Zahnstochern. Diese sind nämlich ein Trend in Meokbang-Videos, Videos von Influencern, die vor der Kamera Essen präsentieren und verspeisen. Das Amt für Lebensmittel- und Arzneimittelsicherheit hat nun wegen dieser Videos eine Warnung veröffentlicht. Gibt man auf YouTube und in sozialen Netzwerken wie Instagram „Zahnstocher-Pommes“ als Suchwort ein, stößt man auf eine Vielzahl von Meokbang-Videos, in denen mit den Zahnstochern aus Stärke experimentiert wird. 
Meokbang ist ein Kofferwort aus den koreanischen Begriffen meokda, essen, und Bangsong, senden oder übertragen. Es handelt sich um einen Internet-Video-Trend aus Südkorea, bei dem Menschen beim Essen gezeigt werden. Meokbang-Videos mit Zahnstocher-Pommes zeigen, wie YouTuber grüne Zahnstocher aus Stärkemehl in Öl frittiert mit Käse oder scharfer Soße genießen. Wegen dieser Videos wächst nun die Sorge über Nachahmungen, weil bei diesen Videos auch Reaktionen wie „Knusprig“, „Wie Pommes frites“, „schmeckt nach gebratenem Reis“ oder „Köstlich“ veröffentlicht werden. 
Die grünen biologisch abbaubaren Stärke-Zahnstocher wurden für den Umweltschutz als Ersatz für übliche Zahnstocher aus Holz eingeführt. In vielen Speiselokalen in Südkorea stehen diese grünen Stärke-Zahnstocher zur Verfügung. Es gibt Menschen, die behaupten, dass diese Zahnstocher aus essbaren Substanzen wie Maisstärke und Lebensmittelfarben hergestellt werden und für den menschlichen Körper nicht schädlich sind, weil bei der Herstellung auch kein Konservierungs- und Bleichmittel verwendet wird. 
Stärke-Zahnstocher sind aber grundsätzlich nicht für den Verzehr gedacht. Das Amt für Lebensmittel- und Arzneimittelsicherheit klassifiziert Stärke-Zahnstocher genauso wie Einmalbecher und Strohhalme als Sanitärprodukt und nicht als Lebensmittel. Experten weisen darauf hin, dass die Annahme, dass die Zahnstocher nicht schädlich sind, weil sie aus Stärke als Hauptbestandteil hergestellt werden, falsch sei. Die Sicherheit der Stärke-Zahnstocher als Lebensmittel sei nicht überprüft worden. 

Viele Netzbürger waren von Grundschulkindern beeindruckt, die auf einem Klebezettel handschriftlich ihren Dank für die schöne Zeit, die sie in einem unbemannten Schreibwarenladen hatten, zum Ausdruck gebracht haben. Am Montag dieser Woche kursierte im Internet die Geschichte eines Mannes in seinen 40ern, der in Cheonan in der Provinz Süd-Chungcheong zwei Jahre lang einen unbemannten Schreibwarenladen betrieben hat. 
Er muss aus persönlichen Gründen den Laden schließen und hat an der Tür den Hinweis angebracht, dass der Laden im Februar geschlossen wird. Eines Tages hat er im Laden handgeschriebene Briefe von kleinen Kunden entdeckt. Eine Grundschülerin schrieb, dass sie dort Snacks und hübsche Schulsachen kaufen konnte, und dass es sehr schön war. Sie finde es sehr schade, dass der Laden nun schließt. Bis das Geschäft schließt, werde sie noch öfters vorbeikommen. Sie sei dankbar für die bisherige Zeit im Laden. 
Ein anderer Grundschüler schrieb, als er zum ersten Mal den Laden besucht hatte, habe er vom Ladenbesitzer einen Snack geschenkt bekommen und möchte ihm nochmals dafür danken. Er würde sich freuen, wenn der Laden wieder öffnet, und würde gleich wieder ein Stammkunde werden. 
Der Inhaber meinte, es sei keine große Sache, aber er sei von den warmen Worten der Kinder gerührt gewesen. Er habe von vielen Betreibern von unbemannten Geschäften gehört, die von Diebstählen und unangenehmen Zwischenfällen berichteten. Er habe aber keine solchen schlechten Erfahrungen gemacht. Im Gegenteil habe er Kinder gesehen, die Gegenstände, die andere liegen ließen, den Besitzern zurückbrachten. Die letzten zwei Jahre seien eine Zeit gewesen, in der er etwas über den reinen und freundlichen Charakter von Kindern lernen konnte. 

Der diesjährige lunare Neujahrstag fällt auf den 10. Februar, einen Samstag. Damit haben die Südkoreaner dieses Jahr vier Neujahrsfeiertage statt drei, weil der 12. Februar als ein Ersatzfeiertag ebenfalls arbeitsfrei ist. Das Interesse der Netzbürger weckte eine Analyse des Konsums zum Mond-Neujahr. Die Analyse zeigt, dass es immer mehr Verbraucher gibt, die an den lunaren Neujahrstagen ihre Freizeit genießen und eine Reise unternehmen, statt zum Familien- und Verwandtentreffen zu gehen. 
Das Homeshopping-Unternehmen GS Shop hat den Konsumtrend zum Mond-Neujahr analysiert. Danach ist der Umsatz, der im vergangenen Jahr im Zeitraum vom 2. bis 15. Januar vor den lunaren Neujahrsfeiertagen in seinem Homeshopping-Fernsehkanal mit Beauty-Produkten erzielt wurde, gegenüber demselben Vorjahreszeitraum um 14 Prozent gestiegen. Auch der mobil mit Makeup-Artikeln erzielte Umsatz legte um 23 Prozent zu. 
Der Trend, an traditionellen Festtagen eine Reise zu unternehmen, lässt sich auch am Konsumverhalten erkennen. In der Tat ist der Umsatz mit Reisekoffern und -taschen, der vom 1. November 2023 bis 19. Januar dieses Jahres erzielt wurde, im Vergleich zum selben Vorjahreszeitraum um 40,2 Prozent gestiegen. Im Kontrast dazu ist der Umsatz mit Küchenartikeln wie Bratpfannen, Töpfen und Geschirr, die gewöhnlich eine Festtagssondernachfrage erlebten, um 34 Prozent zurückgegangen. 
Weil nun die Zahl der Menschen steigt, die an den Neujahrsfeiertagen nicht in die Heimat zu den Verwandten fahren, sondern lieber mit der eigenen Familie einen Ausflug machen oder eine Reise unternehmen, will das Homeshopping-Unternehmen in diesem Jahr vor den Neujahrsfeiertagen 30 Prozent mehr Sendezeit für die Vorstellung von Beauty-Produkten einplanen. 

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