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Olympia- Marathon in Tokio soll wegen Hitze schon um sechs Uhr starten

#Asien Kompakt l 2019-10-16

Kreuz und Quer durch Korea

© Getty Images Bank

Tokio denkt weiter angestrengt über Maßnahmen zur Lösung des Hitzeproblems bei den Olympischen Sommerspielen im nächsten Jahr nach. Mitte Juli, wenn die Olympiade beginnt, geht in Japan die schwüle Regenzeit zu Ende. Das Thermometer steigt dann bis zu 40 Grad, die Sonne knallt und die Hitze lässt auch nachts kaum nach, Insbesondere für Ausdauersportarten ist das Sommerklima in Japan daher ungeeignet. 


Die Internetpräsenz der New York Times veröffentlichte dazu neulich einen umfassenden Beitrag über die Befürchtungen. Das Olympische Komitee in Tokio würde zwar Millionen Dollar für verschiedene Lösungen ausgegeben, aber keine der Ideen sei eigentlich richtig gebrauchbar. Die meisten Lösungsansätze scheiterten am erhitzten Asphalt. Die Sorgen betreffen vor allem die Marathonsportler, die auf dem brennenden Asphalt eine Strecke von 42 Kilometern zurücklegen müssen. Die hohe Luftfeuchtigkeit macht den Ahtleten zusätzlich zu schaffen und nagt an ihren Rekorden. 


Das Organisationskomitee hat daher beschlossen, den Marathon auf den frühen Morgen vorzuverlegen. Sprecher Masa Takaya teilte mit, dass der Marathon um sechs Uhr starte. 


1964 fanden die Olympischen Spiele in Tokio trotz der damals noch vergleichsweise niedrigen Sommertemperatur, im Oktober statt. Die Verschiebung des Events auf den milden Herbst wurde damals mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) vereinbart. Im nächsten Jahr ist aber eine Verlegung auf den Herbst nicht möglich. Der New York Times zufolge seien die Übertragungseinnahmen des IOC der Grund dafür. Der US-amerikanische Sender NBC ist für das IOC die größte Einnahmequelle. Im Herbst finden jedoch die Play-Off Spiele der nordamerikanischen Basketball-Profiliga statt. Der IOC habe sich den Argumenten der amerikanischen Rundfunkbranche gegen eine Herbstolympiade gebeugt. 


Zu der Behauptung sagte IOC-Präsident Thomas Bach, die Entscheidung sei ausschließlich zum Zwecke einer gleichmäßigen Verteilung der internationalen Sportturniere über das Jahr, getroffen worden.

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