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Immer mehr Staaten setzen Digitalsteuer durch

#Themen der Woche l 2020-06-27

Nachrichten

ⓒYONHAP News

Immer mehr Staaten setzen im Alleingang spezifische Steuerabgaben für Online-Umsätze durch. Es wird befürchtet, dass aufgrund dieses Trends auch für koreanische Internetunternehmen die Steuerlast zunehmen wird.


Internetkonzerne nutzen Staaten mit niedrigen Steuern wie Irland oder Luxemburg als Standort für ihre Zentralen, um Millionengewinne, die sie in anderen Ländern erwirtschaften, in sogenannte Steuerparadiese zu schleusen.


Im Rahmen der OECD wird daher an neuen Regeln gearbeitet, damit Gewinne auch dort versteuert werden, wo sie erzeugt werden. Wegen der Komplexität der Angelegenheit konnten bisher keine Einigungen erzielt werden. Viele Länder schaffen daher eigene Regeln für eine Digitalsteuer.


Dem südkoreanischen Unternehmerverband FKI zufolge haben seit Juli letzten Jahres westliche Länder, allen voran Frankreich, vorübergehende Abgaben auf Werbeeinnahmen oder spezifische Steuern auf Online-Umsätze zwischen zwei und drei Prozent eingeführt, oder überprüfen die Einführung einer solchen Steuer.


Bei einer Sitzung der koreanischen Kommission des Beratenden Ausschusses der Wirtschaft bei der OECD am Donnerstag wurde mit Besorgnis darauf hingewiesen, dass eine eventuelle Digitalsteuer in asiatischen Ländern die Tätigkeiten koreanischer Internetunternehmen einschränken könne. Insbesondere wurde auf die Gefahr der Doppelbesteuerung hingewiesen.


Südkoreanische Unternehmen, die im Ausland Körperschaftssteuer und Einkommenssteuern zahlen profitieren im Inland von einem Steuernachlass. Eine Digitalsteuer gleicht jedoch einer indirekten Steuer, die von Steuernachlässen ausgeschlossen wird. Unternehmen wie Naver und Kakao, die den Großteil ihres Umsatzes im Ausland erwirtschaften werden daher in Zukunft von einer hohen Steuerlast betroffen sein. Der FKI fordert daher eine Erweiterung der Steuerbegünstigungen.

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