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Interessante Suchwörter der letzten Tage

#Suchwort Aktuell l 2020-09-18

Kreuz und Quer durch Korea

ⓒ YONHAP News

Viele Netzbürger zeigten großes Interesse an den Ergebnissen des Social Progress Index 2020. Social Progress Index, kurz SPI, misst, inwiefern ein Staat die wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Bedürfnisse seiner Bürger befriedigen kann. Herausgegeben wird dieser Index von der US-amerikanischen nichtkommerziellen Organisation Social Progress Imperative. Nach der neusten Auflage des SPI hat Südkorea dieses Jahr unter 163 Ländern Platz 17 erreicht und damit seit 2014, als die Zahl der untersuchten Länder erstmals die Marke von 100 überschritt, am besten abgeschnitten. Südkorea hat diesmal 89,06 Punkte erreicht, wobei der Weltdurchschnitt bei 64,24 Punkten liegt. Die drei führenden asiatischen Länder Japan, Südkorea und China belegten der Reihe nach jeweils Platz 13, 17 und 100. China und Japan rangierten im vergangenen Jahr jeweils auf Rang 89 und 10 und rutschten damit um einige Stufen ab. Im Kontrast dazu hat sich Südkorea von Platz 23 im vergangenen Jahr um 6 Stufen verbessert. In der Kategorie ´Menschliche Grundbedürfnisse´ registrierte Südkorea 96,92 Punkte und belegte damit in dieser Kategorie so wie im vergangenen Jahr Platz 7. Es geht dabei um Ernährung und medizinische Grundversorgung, Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Anlagen, Schutz und Obdach sowie persönliche Sicherheit. In der Kategorie ´Grundlage des Wohlbefindens´ bestehend aus Zugang zu grundsätzlicher Bildung, Zugang zu Information und Kommunikation, Gesundheit und Wohlbefinden sowie Zustand der Umwelt erzielte Südkorea 90,12 Punkte und lag auf Rang 17 und verbesserte sich damit gegenüber dem Vorjahr um 8 Stufen. In der Kategorie ´Möglichkeit´, bei der es um persönliche Rechte, persönliche Freiheit und Wahlfreiheit, Toleranz und Inklusion sowie Zugang zu fortgeschrittener Bildung geht, belegte Südkorea mit 80,13 Punkten Platz 22. Im vergangenen Jahr lag Südkorea in dieser Kategorie auf Rang 26. 


Das Interesse der Netzbürger weckte auch die Nachricht, dass die Regierung beschlossen hat, für die diesjährigen Chuseok-Feiertage die Autobahnmaut einzukassieren, damit an den Feiertagen möglichst wenig Menschen unterwegs sind. Damit will die Regierung einen möglichen rasanten Anstieg von Corona-Infektionen verhindern. Seit 2017 werden die Bürger zu jedem nationalen Feiertag wie dem lunaren Neujahr und Erntedankfest, an dem viele Bürger für den Heimatbesuch unterwegs sind, von der Autobahnmaut befreit. Dieses Jahr hat die Regierung aber den Zeitraum vom 30. September bis 4. Oktober einschließlich der Chuseok-Feiertage zu einem Zeitraum für speziellen Corona-Schutz bestimmt und die Nutzung der Autobahnen bleibt auch in dieser Zeit kostenpflichtig. Damit will die Regierung die Bürger dazu auffordern, an den langen Feiertagen möglichst nicht zu verreisen. Die an den Chuseok-Feiertagen erzielten Mauteinnahmen will die Regierung für Corona-Schutzmaßnahmen einsetzen. Konkrete Pläne für den Zeitraum für speziellen Corona-Schutz sollen Anfang der nächsten Woche veröffentlicht werden. Im Internet äußern viele Netzbürger in der Hauptstadtregion zurzeit, dass sie an den bevorstehenden Chuseok-Feiertagen nicht in die Heimat fahren, sondern lieber zuhause bleiben wollen. Es gibt aber auch viele, die noch nicht entschieden haben, ob sie wegfahren werden oder nicht. Denn sie verstehen auch, dass die älter gewordenen Eltern in der Heimat wenigstens an den nationalen Festtagen ihre Kinder sehen möchten, die in der restlichen Zeit des Jahres ein hektisches Leben in der Stadt führen und wenig Zeit haben.


Die steigende Zahl der ausgesetzten Haustiere ist bereits seit Jahren ein gesellschaftliches Problem. Viele Tierschutzorganisationen rufen die Bürger durch regelmäßige Kampagnen dazu auf, bei der Haltung von Haustieren verantwortungsbewusst zu handeln und bei der Anschaffung eines Haustiers an die Adoption zu denken statt an das Kaufen. Adoptiert man ein ausgesetztes Tier, erhält man von der Regierung einen Zuschuss in Höhe von bis zu 100.000 Won, umgerechnet rund 85 Dollar. Das Ministerium für Landwirtschaft, Forstwesen, Viehzucht und Lebensmittel gab am Dienstag dieser Woche bekannt, dass es den Bürgern, die ausgesetzte Tiere adoptieren, einen Adoptionszuschuss zahlen wird, um das Bewusstsein des Respekts vor dem Leben zu erhöhen und eine wünschenswerte Tieradoptionskultur zu verbreiten. Menschen, die in einem von der jeweiligen Verwaltungseinheit bestimmten Tierheim ein ausgesetztes Tier adoptieren, müssen vom Tierheim eine Adoptionsbescheinigung entgegennehmen und nach der Registrierung des Tiers innerhalb von sechs Monaten dem betreffenden Verwaltungsamt einen Antrag zur Zahlung des Adoptionszuschusses stellen. Bei der Antragstellung muss man die Quittungen für das Einsetzen des Haustier-Chips, die Sterilisation und Kastration, medizinische Behandlungen und Impfungen beilegen und kann bis zu 100.000 Won oder 85 Dollar, als Zuschuss erhalten. Je nach Verwaltungseinheit kann der Zuschuss auch höher ausfallen. Über die genaue Zuschusshöhe muss man sich beim betreffenden Verwaltungsamt informieren. Nach dem Plan des Ministeriums soll im nächsten Jahr der Zuschuss erhöht und das Verfahren von der Antragstellung bis zur Zahlung vereinfacht werden.

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