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Samsung-Erbe wegen Bestechung zu zweieinhalb Jahres Haft verurteilt

#Themen der Woche l 2021-01-23

Nachrichten

ⓒYONHAP News

Lee Jae-yong, stellvertretender Vorsitzender von Samsung Electronics wurde in einem wieder aufgelegten Verfahren wegen Bestechung und Veruntreuung zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt.


Das Gericht erklärte in seiner Urteilsbegründung am Montag, Lee habe  bereitwillig Bestechungsgelder angeboten und die damalige Präsidentin Park Geun-hye stillschweigend gebeten, ihre Macht zu nutzen, um seine reibungslose Nachfolge an der Spitze der Unternehmensgruppe zu unterstützen. Der Samsung-Erbe wurde auch in dem Anklagepunkt für schuldig gesprochen, Schmiergelder an die Ex-Präsidentin in Höhe von 8,68 Milliarden Won aus der Firmenkasse gezahlt zu haben.


Lee Jae-yong wurde 2017 angeklagt, an Park und deren Vertraute Choi Soon Sil 29,8 Milliarden Won (etwa 22,3 Millionen Dollar) an Bestechungsgeldern gezahlt zu haben. 2018 wurde er dafür zu fünf Jahren Haft verurteilt. Im darauffolgenden Jahr wurde Lee aus der Haft entlassen, nachdem das Berufungsgericht seine Strafe auf zweieinhalb Jahre abgemildert und auf Bewährung ausgesetzt hatte.


2019 hob der Oberste Gerichtshof das Urteil jedoch auf und verwies den Fall zurück an das Berufungsgericht, mit der Begründung, dass die Summe der gezahlten Bestechungsgelder zu niedrig geschätzt worden sei.


In dem diesmaligen Urteil sehen Experten die feste Absicht des Gerichts, die Verbindung zwischen den Konglomeraten und der politischen Macht zu durchbrechen. An Samsung stellt sich die Anforderung, den Firmenbetrieb transparenter zu führen und nach globalen Standards auszurichten.

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