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Joe Biden tritt Amt als US-Präsident an

#Themen der Woche l 2021-01-23

Nachrichten

ⓒYONHAP News

Präsident Moon Jae-in hat dem neuen US-Präsidenten Joe Biden zu seiner Amtseinführung gratuliert.


Moon schrieb in einem Glückwunschtelegramm, Südkorea werde als fester Verbündeter und zuverlässiger Partner der Vereinigten Staaten die Reise der Biden-Regierung stets begleiten.


In seiner Anrittsrede am Mittwoch (Ortszeit) betonte Biden die Wiederbelebung von Allianzen und aktive Mitsprache der USA bei Themen, die die internationale Gemeinschaft betreffen.


Biden deutete an, eine klare Linie zur Isolationspolitik Donald Trumps zu ziehen. Der neue US-Präsident ordnete die Rückkehr seines Landes zum Pariser Klimaabkommen an und  machte damit eine wichtige Entscheidung seines Vorgängers rückgängig. Auch das von Trump verfügte Einreiseverbot für Menschen aus mehreren, überwiegend muslimisch geprägten Ländern hob er wieder auf.


Der klare Abschied der Biden-Regierung von Trumps Erbe kündigt einschneidende Veränderungen in der Diplomatie für die koreanische Halbinsel an.  Es ist davon auszugehen, dass die USA ihr Bündnis mit Südkorea verstärken. Die Verhandlungen über die Aufteilung der Kosten für die Stationierung von US-Truppen in Südkorea würden voraussichtlich auf einem vernünftigen Niveau schnell zu einem Ende gebracht.


Biden wird voraussichtlich in der Nordkorea-Politik die Bottom-up-Methode verfolgen, bei der zunächst Gespräche auf Arbeitsebene stattfinden, bevor ein Gipfeltreffen angestrebt wird. Dieses Konzept steht im Kontrast zu Trumps Top-Down Methode, d.h. Kontakte auf höchster Ebene. Angesichts der tiefen Krise der USA im Inneren scheint die Nordkoreafrage jedoch im Program der neuen US-Regierung an Bedeutung verloren zu haben. In Bidens Antrittsrede wurde die Nordkoreafrage nicht erwähnt.


Präsident Moon Jae-ins Friedensprozess für die koreanische Halbinsel wird damit vor einer neuen Herausforderung gestellt. Für die Stärkung des Bündnisses zwischen Südkorea und den USA stehen die Aussichten zwar positiv, Experten sehen jedoch voraus, dass der Druck auf Südkorea steigen wird, sich dem scharfen Kurs der USA gegen China anzuschließen.

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