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Änderungen in der US-Außenpolitik erwartet

#Themen der Woche l 2021-02-20

Nachrichten

ⓒYONHAP News

Einen Monat nach dem Amtsantritt hat US-Präsident Joe Biden mehrere Kurskorrekturen vorgenommen. In Südkorea richtet sich die Aufmerksamkeit darauf, wie sich die Änderungen auf das Bündnis zwischen den USA und Südkorea sowie auf die Nordkoreapolitik der USA auswirken werden.


Der Kurs der Biden-Regierung lässt sich mit dem Slogan „America is back“ knapp auf den Punkt bringen. Einige von Donald Trumps umstrittensten Gesetzen und politischen Entscheidungen wurden bereits rückgängig gemacht.


Eine der deutlichsten Kehrtwenden gab es in der Außenpolitik. Washington setzt wieder auf internationale Zusammenarbeit statt nationaler Alleingänge und strebt eine Wiederbelebung der Beziehung zu engen Verbündeten wie Südkorea, Japan, Frankreich und Deutschland an.


In Zusammenhang mit der Diplomatie in Bezug auf die koreanische Halbinsel scheint die Absicht deutlich, das Bündnis zwischen den USA und Südkorea wiederzubeleben und die bilateralen Beziehungen zu verstärken. Für Trump war die Beziehung zu Südkorea eher geschäftlicher Art. Als Gegenleistung für die Verteidigung Südkoreas forderte Trump eine drastische Anhebung des südkoreanischen Beitrags. Die Verhandlungen über die Aufteilung der Stationierungskosten der US-Truppen in Korea gerieten daher ins Stocken.


Nach Bidens Amtsantritt war die Meldung zu vernehmen, dass die US-Regierung einen baldigen Abschluss der Verhandlungen über die Kostenaufteilung anstrebe. Beobachtern zufolge könnte der Vorschlag Südkoreas, seinen Anteil um 13 Prozent zu erhöhen, angenommen werden. Dies wäre ein klares Signal der Rückkehr zu einer Bündnisbeziehung.


Präsident Moon Jae-in und US-Präsident Joe Biden einigten sich zudem bei einem Telefongespräch am 4. Februar darauf, das Bündnis zwischen beiden Ländern zu einer umfassenden, strategischen Allianz zu entwickeln.


Die Nordkoreapolitik der Biden-Regierung hat hingegen noch keine Konturen angenommen, da mehrere Faktoren berücksichtigt werden müssen. Das US-Außenministerium machte aber schon unmissverständlich deutlich, dass die Nordkoreafrage dringend sei und Vorrang genieße.

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