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Regierung beschließt ehrgeizigere Klimaziele

#Themen der Woche l 2021-10-16

Nachrichten

ⓒYONHAP News

Die Regierung hat beschlossen, den national festgelegten Beitrag Südkoreas zur Reduzierung von klimaschädlichen Emissionen (NDC) bis 2030 auf 40 Prozent zu erhöhen.


Treibhausgas-Emissionen sollen in sämtlichen Bereichen, von der Stromerzeugung über die Industrie bis hin zu Gebäuden, Transport und Landwirtschaft reduziert und die Jahresemissionsmenge bis 2030 um jährlich 4,71 Prozent gesenkt werden. Erneuerbare Energien sollen auf mindestens 30 Prozent ausgebaut werden.


Mit dem Ziel, bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen, wurde das Zwischenziel ausgegeben, bis 2030 den Treibhausgas-Ausstoß um 40 Prozent gegenüber dem Stand von 2018 herunterzufahren. Das bisherige Klimaziel waren minus 26,3 Prozent.


Von der Regierung hieß es, die Entscheidung, das Treibhausgasreduktionsziel zu erhöhen, sei unter Berücksichtigung der Ernsthaftigkeit der Klimakrise sowie der Rolle Südkoreas als Mitglied der internationalen Gemeinschaft getroffen worden.


Das Pariser Klimaabkommen von 2015 sieht die Begrenzung der menschengemachten globalen Erwärmung auf unter 1,5 °C gegenüber vorindustriellen Werten vor. NDC sind die im Rahmen des Übereinkommens abgegebenen Klimaschutz-Zusagen der einzelnen Vertragsländer. Die festgelegten nationalen Beiträge werden alle fünf Jahre neu ausgestaltet, überprüft und bewertet. Die meisten führenden Länder haben angesichts der drohenden Klimakatastrophe ihre Ziele verschärft.


Die Menge der Treibhausgasemissionen betrug in Korea im Jahr 2018 etwa 727,6 Millionen Tonnen. Nach dem neuen Ziel dürfte 2030 die Emissionsmenge nicht mehr als 436 Millionen Tonnen betragen.


Im Bereich der Stromerzeugung sollen die Emissionen um 44,4 Prozent verringert werden. Zu diesem Zweck wird die fossile Energieversorgung schrittweise reduziert und mehr Strom aus erneuerbaren Energieträgern gewonnen. In den Bereichen Zement, Stahl und Petrochemie, die als größte Klimasünder der Industrie gelten, soll eine Transformation bei Rohstoffen und Brennstoffen erfolgen. Im Gebäudebereich wird die Reduzierung von Emissionen unter anderem durch eine höhere Energieeffizienz und smartes Energiemanagement unterstützt.


Unternehmen stimmen zwar den Klimazielen der Regierung zu, befürchten jedoch im Zuge der Umsetzung einen höheren Kostenaufwand und Verlust der Wettbewerbsfähigkeit. 

Umweltorganisationen hingegen kritisieren das neue Reduktionsziel als immer noch nicht ausreichend. Sie fordern eine Anhebung auf 50 Prozent.

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