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Wirtschaft

Interessante Suchwörter der letzten Tage

#Suchwort Aktuell l 2018-10-12

Kreuz und Quer durch Korea

ⓒ YONHAP News

Am vergangenen Samstagmorgen traf der 25. Taifun in diesem Jahr mit dem Namen Kong-rey in Tongyeong in der Provinz Süd-Gyeongsang auf die koreanische Halbinsel und forderte zwei Menschenleben. Eine weitere Person wurde vermisst. Etwa 1.300 Haushalte im gesamten Land wurden überflutet. Insgesamt 470 Menschen wurden aus 280 Haushalten in der Provinz Gangwon vertrieben. Wegen des Taifuns fielen am Berg Halla auf der Insel Jeju über 700 Millimeter Niederschlag. Auch am Berg Toham in Gyeongju und am Berg Jiri wurde eine Niederschlagsmenge von über 300 Millimetern registriert. Der tropische Wirbelsturm zog in größerer Geschwindigkeit fort als erwartet, so dass auf der Insel Jeju und auch an der Küste der Provinz Süd-Gyeongsang ein starker Wind mit einer Höchstgeschwindigkeit von jeweils 180 und 140 Stundenkilometern zu spüren war. Taifune entstehen gewöhnlich, indem sie vom warmen Meer mit einer Wassertemperatur von 26 bis 27 Grad Celsius mit Wasserdampf versorgt werden. Daher entstehen diese tropischen Wirbelstürme in der Zeit nach Ende September, wo die Wassertemperatur bereits sinkt, sehr selten. In den letzten 100 Jahren wurde die koreanische Halbinsel im Oktober lediglich achtmal von einem Taifun heimgesucht. Jedoch wurde Südkorea in den letzten fünf Jahren im Herbst bereits von vier Taifunen heimgesucht. Experten betrachten als Ursache für die Herbst-Taifune, dass durch historische Hitzewellen und aufgrund des Anstiegs des Meeresspiegels ein günstiges Umfeld für die Entstehung von Taifunen geschaffen wird. Herbst-Taifune werden gewöhnlich von mehr Regen und stärkerem Wind begleitet als Sommer-Taifune, weil bei Herbst-Taifunen der Temperaturunterschied zwischen der kalten Luft aus dem Norden und dem Taifun noch größer ist. Netzbürger meinen, dass nun noch stärkere und sorgfältigere Vorkehrungen gegen Herbst-Taifune erforderlich zu sein scheinen. 


Angesichts des drastischen Anstiegs des Reispreises gehen derzeit online falsche Gerüchte in Umlauf. Diese Gerüchte beziehen sich vor allem auf die innerkoreanische Friedensstimmung. Bei einem falschen Gerücht heißt es, dass die südkoreanische Regierung so viel Reis nach Nordkorea geschickt habe, dass die Bestände an Reis schwinden. Das Ministerium für Landwirtschaft, Forstwesen, Viehzucht und Nahrungsmittel wies die Gerüchte entschieden zurück. Wenn man 10.000 bis 20.000 Tonnen Reis nach Nordkorea schicken würde, sollten Hunderte von Arbeitskräften etwa zwei Monate lang daran arbeiten. Daher sei es gar nicht möglich, dass heimlich Reis nach Nordkorea verschifft wird. Darüber hinaus sei auch das Gerücht, dass die Reis-Lager der Regierung leer seien, völlig falsch. Nach dem Stand von Ende August betragen die Reisbestände der Regierung 1,6 Millionen Tonnen. Der Grund für den drastischen Anstieg des Reispreises in diesem Jahr ist ganz einfach. Er rührt daher, weil die Regierung auf dem Markt eine große Menge Reis angekauft hat. Die Regierung hat im vergangenen Jahr 370.000 Tonnen Reis zum Zweck der Preisregulierung angekauft, weil der Reispreis seit Jahren zurückging. Dank dieser Maßnahme zog der Reispreis nach vielen Jahren wieder an, jedoch stieg er stärker als erwartet. Ein Beamter des Ministeriums sagt, dass die Positionen der Reisbauer und der Verbraucher hinsichtlich des Reispreises völlig anders sind und daher ein großer Unterschied zum passenden Preisniveau bestehe. Ein Netzbürger meinte, dass nichts gemäß den Erwartungen verlaufe. Er wolle aber den Bemühungen der Regierung Anerkennung schenken. Sie solle schnellstens Gegenmaßnahmen ergreifen. 


Vor wenigen Tagen wurde bestätigt, dass die Eröffnung des repräsentativen Restaurants Nordkoreas für kalte Nudeln Naengmyeon mit dem Namen Okryugwan in der Provinz Gyeonggi vorangetrieben wird. Dieser Plan soll bei den innerkoreanischen Gedenkveranstaltungen zur gemeinsamen Erklärung des Korea-Gipfels am 4. Oktober 2007, die vom 4. bis 6. Oktober in Pjöngjang stattfanden, besprochen worden sein. Die südkoreanische Provinz Gyeonggi und Nordkorea sollen sich darauf geeinigt haben, über die Eröffnung von Okryugwan in der Provinz Gyeonggi zu beraten. Der Vorschlag zur Eröffnung von Okryugwan in der Provinz Gyeonggi soll von beiden Seiten gemeinsam unterbreitet worden sein. Das Restaurant in Nordkorea hat einen sehr großen Umfang, so dass die Fläche des Restaurant-Gebäudes rund 330.000 Quadratmeter betrage. Das in der Provinz Gyeonggi zu eröffnende Restaurant soll nach jetziger Vorstellung wenigstens etwa halb so groß sein. Es sei auch davon die Rede gewesen, in Seoul ein etwa 33.000 Quadratmeter großes Okryugwan-Restaurant zu eröffnen. In Seoul könne aber eine so große Fläche schwer gefunden werden. Im Gegensatz dazu gebe es in der Provinz Gyeonggi viele Kandidatenorte. Für den Fall, dass in der Provinz Gyeonggi dieses Restaurant eröffnet wird, überprüfe man auch die Maßnahme, unter Berücksichtigung der symbolischen Bedeutung des nordkoreanischen Restaurants als Treffpunkt der Staatschefs beider Koreas dort auch einen Raum für Treffen der in beiden Koreas getrennt lebenden Familien zu schaffen. Weil es sich dabei jedoch um eine große Bargeldinvestition handeln wird, könne dies Gegenstand der wirtschaftlichen Sanktionen gegen Nordkorea sein. Daher hieß es in der betreffenden Vereinbarung beider Seiten noch, dass sie die Eröffnung von Okryugwan in der Provinz Gyeonggi nicht vorantreiben, sondern darüber beraten wollen. Der Plan werde nach der Lockerung der Sanktionen gegen Nordkorea regelkonform vorangetrieben. Viele Netzbürger brachten schon ihre Erwartung darüber zum Ausdruck, endlich die nordkoreanische Version von Naengmyeon in Südkorea kennenzulernen. Wenn solcher Austausch zwischen beiden Koreas auf privater Ebene erweitert wird, würden beide Seiten einander wirklich viel näher kommen.

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