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Wirtschaft

Verbraucherpreise steigen im November um zwei Prozent

#Thema des Tages l 2018-12-04

Nachrichten

ⓒYONHAP News

Die Verbraucherpreise sind den zweiten Monat in Folge um zwei Prozent im Vorjahresvergleich gestiegen. Das wird unter anderem auf die Teuerung von Landwirtschafts-, Viehzucht- und Fischereiprodukten sowie Ölprodukten zurückgeführt. Die Preise, die besonders Geringverdiener betreffen, verzeichneten einen deutlichen Anstieg. Dies wird voraussichtlich neben der Konjunkturabschwächung den Lebensunterhalt der Geringverdiener belasten. Es wird auch befürchtet, dass ein Konsumrückgang die Vitalität der Wirtschaft schwächen könnte.


Der Verbraucherpreisindex ging im November um 0,7 Prozent gegenüber dem Vormonat zurück, kletterte jedoch um zwei Prozent verglichen mit dem Vorjahreszeitraum. Sollten Waren, die kurzfristig großen Preisschwankungen unterliegen, ausgenommen werden, hielt sich die Teuerungsrate meistens im Ein-Prozent-Bereich. Landwirtschaftliche Erzeugnisse verteuerten sich um 14,4 Prozent, Gemüse um 14,1 Prozent. Viehzuchtprodukte verbilligten sich zwar um 1,5 Prozent, in der Kategorie Landwirtschafts-, Viehzucht- und Fischereiprodukte wurde jedoch eine Teuerung von insgesamt 7,5 Prozent verbucht.


Ölprodukte verteuerten sich um 6,5 Prozent. Die Teuerung fiel dank der vorläufigen Senkung der Mineralölsteuern geringer aus. Die Regierung hatte Anfang November diese Steuern für die Frist von sechs Monaten um rund 15 Prozent gesenkt. Diese Maßnahme gilt für Benzin, Diesel und Flüssiggas (Butan). Paraffinöl, das Geringverdiener häufig nutzen, wurde jedoch von der Maßnahme ausgenommen und verteuerte sich um 16,4 Prozent. Braunkohlebriketts, die ebenfalls Geringverdiener häufig zum Heizen verwenden, verteuerte sich um 15 Prozent.


Der Verbraucherpreisindex für lebensnotwendige Güter kletterte um 2,1 Prozent im Vorjahresvergleich. Der Index basiert auf 141 Waren, die einen großen Anteil an den Konsumentenausgaben ausmachen.


Im dritten Quartal wuchs das reale Bruttoinlandsprodukt Südkoreas um 0,6 Prozent, das reale Bruttonationaleinkommen um 0,7 Prozent. Das heißt, dass die Inflationsrate das Wirtschaftswachstum und den Einkommenszuwachs deutlich übersteigt. Deshalb wird eine Abschwächung des Wachstums und des Konsums befürchtet. Einige Beobachter gehen davon aus, dass das diesjährige Wachstumsziel von 2,7 Prozent kaum noch erreicht werden könnte.

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