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Wirtschaft

Präsident Moon will Beziehungen mit Japan verbessern

#Themen der Woche l 2021-03-06

Nachrichten

ⓒYONHAP News

Präsident Moon Jae-in hat den Willen seines Landes für eine Verbesserung der Beziehungen mit Japan zum Ausdruck gebracht.


In seiner Rede zum 102. Jubiläum der Unabhängigkeitsbewegung vom 1. März gegen die japanische Kolonialherrschaft sagte Moon, Seoul sei jederzeit bereit, mit der japanischen Regierung Gespräche zu führen. Zwischen beiden Ländern habe es eine unglückliche Vergangenheit gegeben, die zwar die Täter aber nicht die Opfer vergessen können. Man müsse der Vergangenheit ins Auge blicken, aber sie dürfe kein Hindernis auf dem Weg in die Zukunft sein, hieß es.


Im Zusammenhang mit der Frage des Umgangs mit der Vergangenheit unterstrich Moon, dass die südkoreanische Regierung aus einer opferorientierten Perspektive nach guten Lösungen suchen werde. Zugleich betonte er, dass die Bemühungen um die Entwicklung künftiger Beziehungen zwischen Südkorea und Japan nicht abreißen dürften. Die Kooperation zwischen beiden Ländern werde sich auch auf die Sicherheit in Nordostasien sowie die Zusammenarbeit zwischen Südkorea, Japan und den USA positiv auswirken, so Moon.


Moons Rede kann als Ankündigung einer Wende in den Beziehungen zu Japan in Richtung eines zweigleisigen Kurses verstanden werden. Demnach würde zwischen dem Umgang mit der Vergangenheit und den zukunftsorientierten Beziehungen getrennt. Geheimdienst-Chef Park Jie-won hatte bereits im November letzten Jahres bei seinem Besuch in Japan angedeutet, dass Südkorea einen solchen zweigleisigen Kurs gegenüber Japan verfolgen werde.


Grund ist offenbar, dass die neue US-Regierung unter Präsident Joe Biden eine Rückkehr zum Multilateralismus anstrebt. Vor diesem Hintergrund hatte die US-Regierung wiederholt die Stärkung des Bündnisses mit Südkorea und Japan und die trilaterale Kooperation betont.


Auf das Gesprächsangebot von Präsident Moon hin hat die japanische Regierung jedoch lediglich ihre bekannten Forderungen wiederholt. Südkorea müsse die Frage der Zwangsarbeit und Sexsklaverei angemessen behandeln, hieß es.

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