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Wirtschaft

Koreel ist Spezialist für Kabelaufwickler

#Flexible Halbleiter l 2020-11-02

Wirtschaft Aktuell

ⓒ KOREEL

Das Unternehmen Koreel ist ein führender Hersteller von industriellen Kabelaufwicklern in Südkorea. Firmenchef Oh Hyun-kyu: 


Das Unternehmen wurde im Januar 1991 unter dem Namen Samkook Industrial gegründet. Damals gab es noch keinen Aufwicklerproduzenten in Korea. Als ich ausländische Kabelaufroller sah, entschloss ich mich, diese lokal zu produzieren, um die importierten zu ersetzen. Wenn Sie nicht wissen, was Kabelaufroller sind, so denken sie an einen Staubsauger mit einziehbarem Kabel. Mit dem gleichen Prinzip werden solche Aufwickler auch für Luft- und Wasserschläuche gebraucht. Sie werden etwa in Autowerkstätten und großen Restaurants eingesetzt. 


Als es noch keine Kabelaufwickler gab, mussten die Kabel mit Hand eingezogen werden. Jetzt können Kabel über Trommeln oder Rollen per Knopfdruck rasch wieder aufgespult werden. An einem Flughafen werden solche Aufroller etwa genutzt, um Schläuche für den Kraftstoff zu den Flugzeugen heranzuführen. Auch in Häfen werden sie genutzt. Oh baute sein Geschäft in den vergangenen 20 Jahren immer weiter aus. In Korea ist das Unternehmen der führende Anbieter solcher Produkte: 


Auf Koreel entfallen mehr als 65 Prozent des lokalen Aufwicklermarkts. Bis 2019 lieferten wir unsere Produkte an 7000 Unternehmen oder Orte in Korea. Wir exportieren sie auch in 33 Länder in der ganzen Welt. Die USA sind definitiv ein großer Markt. Als ein amerikanischer Kunde uns kontaktierte, verglich er unsere Produkte mit chinesischen Fabrikaten, und er beschloss, mit der chinesischen Firma zu handeln. Etwa vier Jahre später besuchte uns der Kunde erneut und unterzeichnete mit uns einen Geschäftsvertrag. Er sagte, dass unsere Produkte eine ausgezeichnete oder gute Käuferwertung erhielt. Unsere Produkte werden seit fünf Jahren im US-Markt verkauft. Unsere Waren sind auch in Australien und Europa erhältlich. Darauf sind wir stolz. 


ⓒ KOREEL

Während der asiatischen Finanzkrise Ende der 1990er Jahre erhöhten sich die Preise für importierte Aufwickler. Das stärkte die Nachfrage nach günstigeren einheimischen Produkten. Die steigende Zahl der Kunden führte zu einem Angebot von verschiedenen Produktarten, die sich in ihrer Form und Größe voneinander unterscheiden. Koreel produziert fast alle Typen, die auch von der Konkurrenz hergestellt werden. Dank der technologischen Entwicklung wurde Koreel mit dem großen Innovationspreis beim Korean Innovation Frontier Award ausgezeichnet:


Wir haben das “Alternative Maritime Power” oder AMP-System selber entwickelt. Nach der Verkündung des Kyoto-Protokolls von 1997 über die Reduzierung der Treibhausgasemissionen, um die Klimaerwärmung einzudämmen, entschlossen wir uns, Systeme zu entwickeln, die die Verschmutzungsquellen reduzieren und die Umweltverschmutzung kontrollieren können. Wir begannen mit der Entwicklung des AMP-Systems, nachdem wir den dicken schwarzen Rauch von einem Schiff im Hafen von Incheon gesehen hatten. Das System kann die Gasemission um mehr als 98 Prozent verringern. 


Koreels AMP-System kann den Gebrauch des Dieselmotors in Schiffen reduzieren. Durch die Nutzung des Systems kann das Schiff von Land aus mit Elektrizität versorgt werden, wenn es im Hafen verankert ist. Es braucht dazu nicht den Dieselmotor anwerfen, der Stickoxide, Kohlenstoffoxide und Feinstaub emittiert. Wichtig ist die Sicherheit, da das System eine hohe Spannung braucht. Das System kann effektiv auf starke Wellen und die Gezeiten reagieren: 


Koreel investiert mehr als 6 Prozent seines Jahresumsatzes in die Forschung und Entwicklung. Es gründete sein eigenes Forschungszentrum, in dem sieben Forscher arbeiten. Es ist nicht einfach für einen Produzenten, ein siebenköpfiges Forschungszentrum zu betreiben. Doch wir werden weiter im Glauben in die Forschung investieren, dass es ohne sie keine Zukunft gibt. 


Im vergangenen Jahr erreichte Koreels Umsatz 24,3 Milliarden Won, oder etwa 22 Millionen Dollar. Die Zahl der Beschäftigten stieg auf 100. Vor 10 Jahren errichtete es seine zweite Fabrik in Gunsan. Das Unternehmen konzentrierte sich immer auf seine Arbeit, führte eigene Forschungen durch und war stets um die Produktqualität bemüht. Das zahlte sich aus: 


Derzeit stellen wir ein Gerät für die Aufladung eines Flugzeugs her. Ich kann mir vorstellen, dass elektrische Fahrzeuge den Markt in Zukunft dominieren werden, wir entwickeln also ein Produkt für einen schnellen Aufladungsvorgang. Ein anderes Produkt, an dem wir arbeiten, ist für Hafenkräne gedacht. Wir haben uns das Ziel gesetzt, bis 2025 unsere Umsätze auf 100 Milliarden Won zu steigern, unsere Produkte in mehr Länder zu exportieren und unser Geschäft in den nächsten 100 Jahren zu betreiben.

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