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J2C ist Spezialist für Iriserkennung

#Flexible Halbleiter l 2020-11-23

Wirtschaft Aktuell

ⓒ J2C

Das koreanische Startup-Unternehmen J2C entwickelt Lösungen für die Iriserkennung. Firmenchefin Kim You-jung:


Die Iris einer Person bilden sich einen Monat nach der Geburt. Sobald die Irismuster komplett sind, verändern sie sich nicht mehr. Die Muster sind für jede Person einzigartig. Es ist fast unmöglich, diese Muster nachzuahmen. Die Iriserkennung wird für die Identifizierung einer Person genutzt. Wir haben wegen verschiedener Regelungen für die Irisauthentifizierung noch einen langen Weg vor uns. Aber unsere Technologie kann auf einen tragbaren Iris-Scanner wie auch bei der Ein- und Ausgangskontrolle angewandt werden. Derzeit entwickeln wir ein Iris-Erkennungsmodul für Smartuhren, die mit Smartphones verbunden sind. 


Kim arbeitet in der Branche seit fast 20 Jahren. Sie gründete J2C im September 2015. Als sie Anfang 20 war und in einer Linsenfabrik arbeitete, eignete sie sich Kenntnisse zur Optik und Optotechnik an. Sie kam zu dem Schluss, dass die Iriserkennung die beste Form der biometrischen Sicherheitstechnologie sei: 


Eine monokulare Iriserkennung ist das erste Beispiel dafür, um unsere eigenen optischen Komponenten einzusetzen. Das Gerät ist tragbar und kann auch in andere Ausrüstungen eingebaut werden. Wir lieferten das Produkt nach Indien, wo eine Iris-Datenbank eingerichtet wurde. Wenn Beamte arme Menschen versorgen, müssen sie die Empfänger identifizieren. Fingerabdrücke könnten nach Jahren manueller Arbeit undeutlicher sein. Auch die Gesichtserkennung dürfte schwierig sein, da sich Gesichter verändern können. Die indischen Beamten nutzen daher die Iriserkennung. Mit einer USB 3.0-Verbindung an einem Laptop ermöglicht das Produkt einem Nutzer, sich Zugang zu einem Cloudspeicher zu verschaffen. 


Die Falsch-Zurückweisungsrate (FRR) ist bei der Iris-Überprüfung bei weitem niedriger als bei anderen biometrischen Ausführungsarten. Die FRR beschreibt die Häufigkeit, mit der der Zugang zu einem biometrischen Sicherheitssystem zurückgewiesen wird. Die FRR bei der Fingerabdruckserkennung liegt bei 0,1 Prozent, während die Raten für die Handflächen- und Gesichtserkennung 0,01 Prozent und 1 Prozent betragen. Für die Iriserkennung ist sie 0,0001 Prozent. Trozt des hohen Sicherheitsniveaus wird die Iriserkennung vom Markt noch ignoriert. Zwar wurde die Technik 2016 in ein Smartphone eingebaut, doch die jüngsten Modelle haben dieses Merkmal nicht mehr. Auch stoppten einige Banken in Korea diesen Service:


Der Markt für die Iriserkennung entwickelt sich wegen der niedrigen Anerkennung und hoher Preise weiter schleppend. Wir konnten die Probleme im vergangenen Jahr lösen. Wir hatten erwartet, unsere Umsätze in diesem Jahr steigern zu können, doch wegen des Covid-19-Ausbruchs ist die Situation nicht so gut. 


Zwar gab es bereits Algorithmen für die Iriserkennung, doch war es schwierig, Hardware zu finden, die ein klares Irisbild erzeugen können. J2C entwickelte sein eigenes Kameramodul und eine Infrarot- oder IR-LED, die die Schlüsselteile eines entsprechenden Geräts sind. Das IR-LED-Modul kann zweimal so viel Licht mit weniger Strom erzeugen, so dass die Iris auch aus größerer Entfernung präziser erkannt wird:


Wir konnten ein Kameramodul entwickeln, die für Irisbilder optimiert ist. Es kann eine Iris, die einen Durchmesser von einem Zentimeter hat, bei einer 250-Pixel-Auflösung einfangen. Bei anderen Firmen beträgt sie 70 Pixels. Unsere IR-LED-Paket-Technologie ist wirksam, wenn Licht gesammelt wird und der Sehwinkel reduziert wird, so dass sich das Licht nicht ausbreitet, sondern gerade ausgerichtet ist. Auf diese Weise arbeitet das Erkennungssystem aus größerer Entfernung. Das Modul kann die Helligkeit mit einer geringeren Strommenge verbessern. So konnten wir die Kosten reduzieren. 


J2C hat 22 einheimische und ausländische Patente. Es nimmt am staatlichen Förderprogramm für Startup-Unternehmen sowie einem Entwicklungsprojekt des Tech-Inkubator-Programms für Startups teil, durch das diese mit privaten Investitionen unterstützt werden. Das Unternehmen will auch die ausländischen Märkte für sein Produkt erschließen. Es will weiter wachsen, doch bleibt es entschlossen, auch die Entwicklung voranzutreiben: 


ⓒ J2C

J2C hofft, ein Unternehmen zu werden, dass sich allein der Forschung und Entwicklung widmet, ohne sich wegen des Managements oder des Personals zu sorgen. Zu diesem Zweck müssen wir eine Übernahme- oder Fusionsvereinbarung mit einem großen Unternehmen in den USA oder anderen Ländern anstreben. Wir arbeiten an sicheren und bequemen Diensten, zu denen die Verbraucher einen einfachen Zugang haben.

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