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Kultur

Der erstaunliche Krug

#Es war einmal l 2021-08-10

Es war einmal

ⓒ YEOWON MEDIA HANKOOK GARDNER CO. LTD

Es war einmal vor langer, langer Zeit, da lebte in einem Dorf ein junger Bauer. Sein Name war Gapsu. Er war ein armer Pachtbauer, doch er arbeitete fleißig von früh bis spät. Und er war freundlich und beliebt bei allen Leuten im Dorf. Zehn Jahre lang hatte Gapsu hart gearbeitet. Nun hatte er genug Geld zusammengespart, um dem geizigen Großgrundbesitzer ein kleines Stück Land abzukaufen. Doch das Feld war steinig und unfruchtbar, so dass Gapsu erst einmal alle Steine vom Feld räumen musste, bevor er Kohl anpflanzen konnte. 


ⓒ YEOWON MEDIA HANKOOK GARDNER CO. LTD

Eines Tages jedoch geschah etwas Eigenartiges.Er war mit seiner Hacke auf etwas Festes im Boden gestoßen. Als er die Erde beseite schob und genauer hinsah, lag dort ein alter Krug.

„Wie schön“, freute sich Gapsu. „So einen Wasserkrug kann ich gut gebrauchen.“

Und er legte seine Hacke in den Krug und nahm ihn mit nach Hause. 

Am nächsten Morgen wollte Gapsu wieder aufs Feld gehen, doch er konnte seine Hacke nicht finden. Da fiel ihm ein, dass er sie tags zuvor in den Krug gelegt hatte. Aber als er sie wieder aus dem Krug herausnahm, erblickte darin eine zweite Hacke. Und so oft er die Hacke auch aus die Krug nahm, immer wieder war noch eine weitere darin. 

An diesem Abend legte er eine Kartoffel in den Krug.


ⓒ YEOWON MEDIA HANKOOK GARDNER CO. LTD

Als er am nächsten Morgen aufstand, , fand er nun unzählige Kartoffeln im Krug. 

„Alles was ich in den Krug lege, vervielfacht sich ... Das ist wirklich erstaunlich!“


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Die Geschichte sprach sich im Dorf herum und auch der alte Großgrundbesitzer bekam davon zu hören. Er ging zu Gapsu und sagte: „He, Gapsu, dieser Zauberkrug stammt von dem Feld, das ich dir gegeben habe, nicht wahr? Ich bin hier, um mein rechtmäßiges Eigentum zu beanspruchen.“

Die Dorfbewohner, die von der Forderung des habgierigen Großgrundbesitzers hörten, waren wütend und drängten Gapsu, seinen Fall vor den Richter zu bringen. So gingen Gapsu und der alte Großgrundbesitzer zum Amtsgericht.


ⓒ YEOWON MEDIA HANKOOK GARDNER CO. LTD

Der Richter war an einem gerechten Urteil keineswegs interessiert. Er wollte diesen erstaunlichen Krug ebenfalls nur zu gerne besitzen. Daher sagte er: 

„Ihr habt beide nicht unrecht. Aber der Krug kann nun einmal nicht in zwei Hälften geteilt werden. Also nimmt das Amtsgericht ihn an sich und überwacht seine Verwendung.“ 

Seltsamerweise ordnete der Richter jedoch an, den Krug nicht in das Amtsgebäude, sondern in seine eigenes Haus zu bringen. Die Bediensteten stellten den Krug in der Stube auf und warnten, dass niemand in der Familie ihn berühren dürfe. Doch der Vater des Richters war neugierig. Heimlich spähte er in den Krug hinein, um zu sehen, was daran denn so erstaunlich sei. Doch er passte nicht auf, rutschte aus und fiel in den Krug.


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Der Richter kam heim und schnell half er seinem Vater aus dem Krug. Doch immer weiter hörte er jemanden im Krug um Hilfe rufen. In kürzester Zeit war das Haus gefüllt von Menschen, die alle wie der Vater des Richters aussahen. Der Richter bereute sein Verhalten, aber es war zu spät.

„Himmel hilf, dass all dies ein Ende nimmt!“, rief er.

Aber es nahm kein Ende. 

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