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Hintergrund

US-Präsident droht Nordkorea mit militärischer Gewalt

#Themen der Woche l 2019-12-07

Nachrichten

ⓒYONHAP News

US-Präsident Donald Trump hat gewarnt, gegenüber Nordkorea militärische Gewalt anwenden zu können, falls dies nötig sei. Nordkorea drohte mit sofortigen korrespondierenden Maßnahmen, sollten die USA zur militärischen Option greifen.


Trump sagte am Dienstag auf dem Nato-Gipfel in London, die USA verfügten über die stärkste Armee in ihrer Geschichte. Wenn nötig, könnte diese gegen Nordkorea eingesetzt werden, obwohl er sich dies nicht wünsche. Der US-Präsident nannte Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un erneut „Rocket Man“. Den Ausdruck gebrauchte er früher, als die Spannungen zwischen beiden Ländern eskalierten.


Auf die Drohung reagierte Pjöngjang mit einer Stellungnahme durch den Chef des Generalstabs der nordkoreanischen Armee, Pak Jong-chon, dass Nordkorea gegenüber den USA ebenfalls militärische Gewalt anwenden könnte. Die nordkoreanische Vizeaußenministerin Choe Son-hui betonte tags darauf, sie hoffe, dass Trumps Äußerung ein verbaler Ausrutscher gewesen sei. Sollte es sich um eine kalkulierte Provokation handeln, verhalte sich die Sache allerdings anders.


Trumps Bemerkung erfolgte kurz nachdem Nordkorea verdeckte Warnungen an Washington ausgesandt hatte. In Anspielung auf eine selbst gesetzte Frist für Zugeständnisse bis zum Jahresende erklärte Pjöngjang, es bleibe ganz den USA überlassen, zu wählen, welches Weihnachtsgeschenk sie erhalten. Experten sehen dahinter die Drohung, dass Nordkorea wieder Atomtests durchführen und Interkontinentalraketen abschießen könnte.


Am Dienstag beritt Machthaber Kim Jong-un den Berg Paektu, begleitet von hochrangigen Militärangehörigen. Dies signalisiert eine wichtige politische Wende, bei der das Militär im Mittelpunkt stehen wird. Trumps Äußerung ist insofern eine Warnung an Pjöngjang, die „rote Linie“ nicht zu übertreten.


Beide Seiten überziehen sich mit militärischen Drohungen, scheinen jedoch noch auf einen Deal zu hoffen. Trump betonte unter anderem sein gutes Verhältnis zu Kim Jong-un. Dies könnte ein Signal für eine baldige Wiederaufnahme von Atomverhandlungen sein.

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